16. August 2013 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Versteckte Ursache für Asthma oder COPD – Klinik Schillerhöhe ist einziges „Alpha-1-Center“ für Erwachsene im Großraum Stuttgart

Die erbliche Stoffwechselerkrankung Alpha-1-Antitrypsin-Mangel bleibt in vielen Fällen lange Jahre unerkannt – und kann so ein gefährliches Lungenemphysem zur Folge haben. Die Klinik Schillerhöhe, ein Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses, ist auf die Diagnose und Therapie der tückischen Erkrankung spezialisiert.

Als bislang einziges „Alpha-1-Center“ für Erwachsene Patienten im Großraum Stuttgart bietet die Klinik Schillerhöhe den Erkrankten eine speziell auf ihr Krankheitsbild angepasste Behandlung. „Oftmals wird der Mangel an Alpha-1-Antitrypsin nicht als solcher erkannt und die Betroffenen werden fälschlicherweise auf COPD oder Asthma hin therapiert, da die Symptome ähnlich sind“, erklärt Prof. Dr. Martin Kohlhäufl, Chefarzt der Abteilung für Pneumologie und Pneumologische Onkologie. Ein genetischer Defekt vermindert die Produktion des Alpha-1-Antitrypsins, einem wichtigen Eiweißstoff, der körpereigenes Gewebe vor Entzündungen und äußeren Einflüssen wie Staub oder Gasen schützen soll. Die Folge: Das empfindliche Lungengewebe wird angegriffen, die für die Atmung notwendigen Lungenbläschen werden geschädigt und verlieren ihre Elastizität – es entsteht ein Lungenemphysem. Da das Gewebe nicht mehr voll funktionstüchtig ist, leiden die Betroffenen bereits bei leichter körperlicher Beanspruchung unter schwerer Atemnot und können alltägliche Arbeiten kaum ohne zusätzliche Sauerstoffversorgung bewältigen.

Erste Warnzeichen ernst nehmen

Erste Beschwerden zeigen Erkrankte meistens im Alter von 30 bis 40 Jahren. „Diese Patienten haben in vielen Fällen bereits seit längerer Zeit ein unentdecktes Lungenemphysem. Erst mit fortgeschrittener Krankheit treten jedoch Symptome wie chronischer Husten, häufige Lungenentzündungen oder Asthma, das nicht auf Therapien anspricht, auf. Diese Warnzeichen muss man ernst nehmen“, so Prof. Kohlhäufl. Die Diagnose erfolgt an der Klinik Schillerhöhe durch einen einfachen Bluttest.

Spezielle „Alpha-1-Center“ ermöglichen gezielte Therapie

Da der Mangel an Alpha-1-Antitrypsin genetisch bedingt ist, ist eine Therapie auf die Linderung der Krankheitssymptome beschränkt. „Auch, wenn wir die Ursache nicht bekämpfen können, haben wir doch die Möglichkeit, wesentlich gezielter zu therapieren, wenn wir die Diagnose gestellt haben“, erklärt Prof. Kohlhäufl. So kann dem Verfall des Lungengewebes gezielt entgegengewirkt oder durch Medikation die Beschwerden gelindert und die Lebensqualität gesteigert werden. Als „Alpha-1-Center“ kann die Klinik Schillerhöhe hier eine besonders hohe Versorgungsqualität gewährleisten. „Das Know-how unseres zertifizierten  Lungenzentrums kommt allen Patienten, auch den Alpha-1-Erkrankten, zugute – sowohl hinsichtlich der Prävention als auch der Diagnose und Therapie“, so Prof. Kohlhäufl.

Die Klinik Schillerhöhe, ein Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses, ist das bislang einzige „Alpha-1-Center“ für Erwachsene Patienten im Großraum Stuttgart

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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