12. Juli 2010 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Wenn Worte zu Bildern werden

Interaktives Kunstprojekt im Robert-Bosch-Krankenhaus vorgestellt

„Schenken Sie uns Worte. Wörter, die heilen, die Ihnen gut tun. Wörter, die Sie mögen, die Ihnen das Herz aufgehen lassen.“ Mit diesem Aufruf wandte sich der Hamburger Künstler Rupprecht Matthies Mitte des vergangenen Jahres an Patienten und an Mitarbeiter des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK). Aus den Rückmeldungen ist ein Kunstwerk entstanden, das die Passagenwände gegenüber den zentralen Aufzügen des Hauses vom Erdgeschoss bis ins 5. Obergeschoss gestaltet. Es handelt sich um das jüngste von insgesamt 23 Kunst-am-Bau-Projekten, die im Rahmen des Projekts „Kunst im Robert-Bosch-Krankenhaus“ nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

„Wir wollen unsere Patienten nicht nur aus medizinischer und pflegerischer Sicht optimal versorgen, sondern auch ein anregendes Umfeld schaffen, das den Gesundungsprozess und eine wohltuende Arbeitsatmosphäre unterstützt“, erläutert RBK-Geschäftsführer Ullrich Hipp. „Dafür wurde 1998 das Projekt ‚Kunst im Krankenhaus’ ins Leben gerufen, das von der Robert Bosch Stiftung finanziert wird. Zeitgenössische Künstler gestalten hier speziell für jede Station, für die Patientenzimmer und Funktionsbereiche hochwertige Kunst – immer mit der Frage im Blick, welche Gestaltung für die Patienten anregend, erfreulich oder auch tröstlich sein kann. Die Resonanz von Patienten und Besuchern hat uns darin bestärkt, diesen Ansatz noch weiter zu verfolgen und zusammen mit dem Künstler Rupprecht Matthies den Kernbereich unseres Akuthauses zu gestalten. Das Ergebnis ist aus unserer Sicht sehr gelungen – ein Kunstwerk, das rundum Positives ausstrahlt und das sprichwörtlich die Handschrift unserer Patienten und Mitarbeiter trägt, für die das Kunstwerk ja entstanden ist.“

Persönliche Worte

Mehr als 180 Patienten und Mitarbeiter haben zum Stift gegriffen und Worte aufgeschrieben, die für sie persönlich motivierenden Inhalt haben und wohltuende Wirkung entfalten. „Die Bandbreite der Rückmeldungen war faszinierend und berührend – von ‚Frühlingswind’ und ‚Herzklopfen’ bis hin zu ‚Aufstehen’ und ‚Gottvertrauen’“, so der Künstler Rupprecht Matthies. „Gemeinsam mit einem Gremium aus Vertretern des Hauses wurden insgesamt 40 Worte ausgewählt und in der Handschrift ihrer Verfasser an die Wände aufgetragen. Entstanden ist ein Kunstwerk aus insgesamt sechs Wandbildern, die so individuell sind wie jeder Patient, der sich hier im Haus behandeln lässt, und jeder Mitarbeiter, der sich in seinem Arbeitsbereich für die Patienten einsetzt.“ Die Worte wurden dabei den jeweiligen Stationen zugeordnet, aus denen die Verfasser stammen, und variieren von Stockwerk zu Stockwerk sowohl inhaltlich als auch farblich.

„Wir waren von der starken Resonanz durch die Patienten und Mitarbeiter genauso überrascht wie von der Vielfalt der zurückgemeldeten Worte“, sagt Isabel Grüner, Kunstbeauftragte des RBK, die das Projekt initiiert und begleitet hat. „Während der Entstehung des Kunstwerks sind zahlreiche Gespräche zwischen Künstler, Mitarbeitern und Patienten rund um die aufgezeichneten Worte in Gang gekommen und haben gezeigt, dass das Kunstwerk genau die anregende Wirkung entfaltet, die wir uns erhofft hatten.“

Ausstellung

Die Fertigstellung des neuen Kunstwerks wird von der dokumentierenden Ausstellung „Wortkunstprojekt und Wandmalereien von Rupprecht Matthies“ im Pavillon 3 des Robert-Bosch-Krankenhauses (Eingangsbereich) begleitet. Gezeigt wird der Entstehungsweg von den abgegebenen Worten bis zum fertigen Wandbild. Darüber hinaus werden alle eingereichten Worte vorgestellt, die keinen Platz an der Wand gefunden haben. Die Ausstellung kann bis zum 18. Juli 2010 täglich zwischen 8 und 20 Uhr besucht werden.

Der Künstler

Rupprecht Matthies wurde 1959 in Hamburg geboren. Er absolvierte zunächst ein Soziologie- und von 1980 bis 1986 ein Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Im In- und Ausland hat er bereits zahlreiche Ausstellungen sowie seit 1998 rund 45 Wortkunstprojekte im öffentlichen und privaten Raum realisiert.

Bildmaterial auf Anfrage

 

Wortbilder von Rupprecht Matthies im Robert-Bosch-Krankenhaus

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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