Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie

Peritonealdialyse

Peritonealdialyse ist ein seit vielen Jahren etabliertes, der Hämodialyse mindestens ebenbürtiges, Nierenersatzverfahren. Als überregionales Zentrum für Peritonealdialyse tragen wir seit vielen Jahren auch wissenschaftlich mit folgenden Projekten zur Verbesserung des Verfahrens bei.

Peritonealbiopsieregister am RBK

Mit rund 500 Patienten wurde am RBK das weltweit größte Biopsieregister  aufgebaut. Neben der Erfassung aller relevanter klinischer Daten erfolgt eine standardisierte Entnahme, Aufarbeitung und Diagnostik der Proben.  Als Europäisches Referenzzentrum der European EPS Working Group (Link) erfolgt zudem die Zusendung von Peritonealbiopsien externer Zentren. Entsprechende Biopsie-Kits können von extern angefordert werden.
Die aus den Daten des Registers gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Patientenversorgung ein und ermöglichen es für den behandelnden Nephrologen, die erhobenen Befunde besser einordnen zu können.

Peritonealmembranintegrität

Schon vor Einleitung der Peritonealdialyse kommt es durch Urämietoxine zu Veränderungen der Peritonealmembran im Sinne einer zunehmenden Fibrose. Durch die Exposition gegenüber unphysiologischer Dialyselösungen (saurer pH, Glukoselast, osmotischer Stress) wird dieser Prozess dann nochmals deutlich beschleunigt. Weitere Einflussgrößen, wie z.B. Infektkomplikationen (Peritonitis) oder zu Grunde liegende Erkrankungen (Diabetes mellitus) können die Membranintegrität weiter negativ beeinflussen. Diese Veränderungen sind direkt mit der Dialyseeffektivität und einem etwaigen Therapieversagen assoziiert.
Ziele der laufenden Projekte sind es, histomorphologisch diese Veränderungen zu beschreiben, pathophysiologische Konzepte zu erarbeiten und diese experimentell zu überprüfen. Es sollen präventive Strategien entwickelt werden und mögliche Therapietargets gefunden werden.

Enkapsulierende Peritonealsklerose (EPS)

Die EPS ist eine seltene, aber sehr schwerwiegende Komplikation der Peritonealdialyse. Als Zentrum für die Behandlung von Patienten mit EPS hat sich die Arbeitsgruppe zur Aufgabe gemacht, Fragen zur Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie zu bearbeiten. Hierzu werden neben der Analyse klinischer Daten histomorphologische, immunhistochemische und molekulare Ansätze verfolgt.

Ansprechpartner

Prof. Dr. M. Dominik Alscher

Prof. Dr. med. Mark Dominik Alscher

Leiter der Arbeitsgruppe
Telefon 0711/8101-3496
Telefax 0711/8101-3792
dominik.alscher --- @ --- rbk.de

Infobox

Robert-Bosch-Krankenhaus
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