Forschung Geriatrie und Geriatrische Rehabilitation

Andere Projekte und Archiv

Laufende Projekte

Prävention hitzebedingter Risiken für ältere Menschen

wird vom BMG gefördert (2017 – 2019).
Nach Konsentierung mit Ärzten, stationärer und ambulanter Pflege und anderen Einflussnehmern soll ein Empfehlungspapier zu Möglichkeiten der Prävention hitzebedingter Risiken für ältere Menschen erstellt werden.

DynaFREt (Aktivitätsmuster und dynamisches Sturzrisiko)

wird vom BMBF gefördert (2016 – 2018).
Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines dynamischen Sturzrisikomodells, basierend auf Messdaten von am Körper getragenen Sensoren, um die Genauigkeit der Sturzrisiko-Bestimmung zu verbessern. Hierzu erfolgt ein Wissenschaftleraustausch zwischen dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart und der Universität Auckland (Neuseeland), um die bereits bestehende und erfolgreiche Kooperation zu nutzen und die verschiedenen Expertisen beider Partner zu bündeln.

Trainingsinterventionen zur reaktiven Balancekontrolle (Konsentierung und Pilotierung)

wird vom BMBF gefördert (2016 – 2018). In Zusammenarbeit mit  der Sport-Hochschule Köln, der Humboldt-Universität Berlin sowie der Charité Berlin.
Ziel des Projekts ist die Erarbeitung der Grundlagen und notwendigen Voraussetzungen für eine gemeinsame, randomisierte Studie zum Training der reaktiven Balance bei älteren Menschen mit Hilfe unterschiedlicher Perturbationsparadigmen.

Assistives Robotiktraining nach Oberarmfraktur – eine randomisierte Interventionsstudie (RASTA – RoboterAssistierte SchulterTherapie am Armeo)

wird von der DGUV gefördert (2015 – 2018). In Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken Murnau und Ludwigshafen.
Diese randomisierte, kontrollierte und teilverblindete multizentrische Interventionsstudie soll die Wirksamkeit eines zusätzlichen assistiven Robotiktrainings in der rehabilitativen Behandlung nach Fraktur des Oberarms überprüfen. Damit soll die Evaluierung einer neuen Therapieform für Patienten nach Schultergelenkfraktur durchgeführt werden. Zentrumsübergreifend sollen 60 Patientinnen und Patienten an der Studie teilnehmen.

Abgeschlossene Projekte (ab 2010)

LongFall – Long-term evaluation of the Bavarian Fall Prevention Program in nursing homes

wurde vom BMBF gefördert (2015 – 2017). In Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Es wurden die langfristigen Wirkungen der Maßnahmen zur Sturzprävention untersucht, die die AOK zusammen mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus in bayerischen Pflegeheimen umgesetzt hat.

HEATS – Risiken von Raumtemperatur bei Hitze für ältere Menschen in Stuttgart

wurde von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg  gefördert (2015 – 2016).
Der Effekt von Raumtemperatur auf physiologische und physische Parameter wurde bei Bewohnern des Betreuten Wohnens in Stuttgart untersucht. Auf Einrichtungsebene wurden bauliche Gegebenheiten, die eine Kumulation von Hitze begünstigen/ vermeiden erfasst und ein möglicher Handlungsplan bei Hitzewellen beschrieben.

PLIP – ProblemLösen in der Pflegeberatung

wurde vom GKV-Spitzenverband gefördert (2013 – 2016). In Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen, AOK Baden-Württemberg, AOK Bayern und SVLFG.
Mit „ProblemLösen in der Pflegeberatung“ wurde ein sogenannter strukturierter Problemlöse-Ansatz, der weltweit bereits in der Beratung unterschiedlicher pflegender Zielgruppen zur Anwendung kommt, im Rahmen einer Implementierungs-studie für die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI aufgegriffen. In der cluster-randomisierten Studie wurde die Wirksamkeit einer entsprechenden Weiterqualifikation für Pflegeberater überprüft.

Sturzrisiko und vestibulo-okulärer Reflex

wurde gefördert von der Robert Bosch Stiftung (2012 - 2016).
Ziel war die Untersuchung des Zusammenhanges zwischen Defiziten des vestibulo-okulären Reflexes und dem Sturzrisiko bei neurologischen Patienten.

ICE – Gesundheitsrisiken von kalter Raumtemperatur

wurde von der DFG gefördert (2012 – 2013).
Ziele waren die Untersuchung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei 25°C und 15°C Raumtemperatur, Bestimmung des Muskelquerschnitts mit MRT als erklärende Variable sowie die Erhebung der körperlichen Aktivität mit am Körper getragenen Sensoren.

Studie zur Vergleichbarkeit der Ergebnisqualität von Beratungsangeboten für pflegende Angehörige – Erarbeitung eines Empfehlungspapiers zur Erhebung von Endpunkten

wurde vom BMG gefördert (2012).
Inhalte waren die Erstellung eines Reviews zu in RCTs erhobenen Endpunkten, die Durchführung von Experteninterviews zu relevanten Endpunkten, die Organisation und Durchführung eines interdisziplinären Expertenworkshops, sowie die Erstellung eines Empfehlungspapiers.

PROFind – Prevention and Rehabilitation of Osteoporotic Fractures in disadvantaged Populations

wurde vom BMBF gefördert (2010 – 2014). In Kooperation mit den Universitäten Stuttgart, Tübingen, Ulm und Leipzig/ Hamburg.

Teilprojekt 3 (TP3): Schritt halten aktiv älter werden in Reutlingen. Entwurf und Pilotierung einer populationsbasierten Intervention zur Reduktion osteoporotischer Frakturen. Aufgrund der Altersstruktur und -entwicklung ist in naher Zukunft mit einer massiven Zunahme osteoporotischer Frakturen zu rechnen. Wirkungsvolle Strategien zu deren Reduktion sind deshalb von hohem gesundheitspolitischem Interesse. Hierfür werden sowohl Hochrisikoansätze als auch populationsbezogene Maßnahmen benötigt. Ziel von TP3 war es, populationsbezogene Maßnahmen zur Reduktion von Frakturen zu entwerfen und zu implementieren. Das Programm richtete sich an höhere Altersgruppen und Personen mit Zugangsbarrieren.

Teilprojekt 5 (TP5): Multifaktorielle Intervention zur Reduktion von Sturzangst nach Hüft- oder Beckenfraktur. Untersuchung einer dreimonatigen multifaktoriellen Intervention zur Verminderung von Sturzangst und Förderung körperlicher Aktivität bei geriatrischen Rehabilitationspatienten nach Hüft- oder Beckenfraktur in einer kontrollierten, randomisierten Studie.

Primärprävention von sturzbedingten Hüftfrakturen bei Bewohnern von Pflegeheimen in Bayern

wurde vom BMBF gefördert (2007 – 2010). In Kooperation mit der Universität Leipzig.
Das Präventionsprogramm für Pflegeheimbewohner beinhaltete ein evidenzbasiertes Trainingsprogramm, die Empfehlung zur Nutzung von Hüftprotektoren, Maßnahmen der Umgebungsanpassung sowie die Schulung von Mitarbeitern im Risikomanagement sturzgefährdeter Personen. Die Umsetzung des Programms wurde in allen ca. 1500 Pflegeheimen in Bayern angestrebt. Durch das Programm sollten hüftnahe Frakturen vermindert werden. Eine gesundheitsökonomische Evaluation wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig anhand der Routinedaten der AOK Bayern sowie zusätzlichen Erhebungen in den Pflegeheimen vorgenommen.

MEMBeR – Modell zur Entwicklung objektiver und valider Messmethoden zur Beurteilung der Indikation, der Dauer und des Erfolgs GKV-finanzierter Rehabilitation nach Gelenkersatz und Schlaganfall

wurde vom BMAS gefördert (2007 – 2010).
Durch ein umfassendes Assessment physischer und psycho-sozialer Parameter sollte eine verbesserte Grundlage für die Indikation, Durchführung, Bewertung und Qualitätssicherung stationärer und ambulanter Rehabilitationsmaßnahmen geschaffen werden. Die Methoden wurden in der Praxis hinsichtlich ihrer Machbarkeit erprobt werden. Ziel war die Entwicklung eines Modells als Grundlage für einen MDK- Krankenkassenleitfaden. Hierdurch sollte insbesondere die Vergleichbarkeit von Rehabilitationseinrichtungen und Rehabilitationsverfahren ermöglicht werden.

TIPS – Telefongestütztes Problemlösetraining – Eine verhaltenstherapeutische Interventionsstudie zur Entlastung pflegender Angehöriger von Schlaganfall-Betroffenen

wurde vom GKV-Spitzenverband gefördert (2006 – 2010). In Kooperation mit der Universität Tübingen.
Der Schlaganfall gilt als eine bedeutsame Ursache für eine lebenslange Behinderung im Erwachsenenalter. Die meisten Betroffenen werden von Angehörigen zu Hause gepflegt. In einer kontrollierten, randomisierten Studie wurde die Wirksamkeit eines 12-monatigen telefonbasierten Problemlösetrainings für pflegende Angehörige überprüft. Durch die Intervention sollte die subjektive Pflegebelastung und depressive Symptomatik bei den Pflegenden verbessert werden. Des Weiteren sollte durch die Stabilisierung der Pflegearrangements eine Reduktion der Heimein-weisungen bewirkt werden.

Infobox

Robert-Bosch-Krankenhaus
Geriatrie und Geriatrische Rehabilitation

Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-3101
Telefax 0711/8101-3199

Aktuelles

Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung für Prof. Dr. med. Kilian Rapp
Prämierung für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Altersmedizin