Kardiologie

Herzkatheter: Ballonaufdehnung (PTCA)

Wenn bedeutsame Engstellen an den Herzkranzgefäßen vorlagen, war früher eine Bypassoperation notwendig. Heute können solche Engstellen sehr oft mit einer Ballonaufdehnung der Herzkranzgefäßge (PTCA) beseitigt werden.

Zur Ballondilatation wird ein spezieller Herzkatheter verwendet, an dessen Spitze ein Ballon angebracht ist. Nachdem der Spezialkatheter über einen Führungsdraht in die Engstelle eingebracht wurde, kann der Ballon am vorderen Ende des Katheters aufgeblasen werden.

Dabei wird die Engstelle aufgedehnt. In etwa 60 Prozent der Fälle muss, um eine erneutes Verschließen des Koronargefäßes zu verhindern, ein Stent implantiert werden.

Wenn aufgrund von Verkalkungen die Engstelle im Gefäß nicht mit dem Ballon dilatiert werden kann, besteht die Möglichkeit die Koronararterie mit dem Rotablator aufzufräsen.

Ballonkatheter mit Stentimplantation – die einzelnen Schritte:

Ausgangssituation: Das Kontrastmittel zeigt das linke Herzkranzgefäß mit einem Verschluss der Seitenwandarterie als Folge eines akuten Herzinfarktes.

Der Führungsdraht hat den Verschluss passiert und dient nun als Schiene für den Ballonkatheter.

Der Ballonkatheter ist im Gefäßverschluss platziert und wird aufgeblasen (Dilatation).

Die Kontrolldarstellung nach der Ballondilatation zeigt, dass das Gefäß wieder vollständig durchblutet ist. Allerdings hat die ursprüngliche Verschlussstelle noch kleinere Engstellen und wird daher noch nicht optimal durchblutet.

Deshalb wird ein Stent an der ursprünglichen Verschlussstelle platziert.

Ein zweiter Ballonkatheter mit aufmontiertem Stent (Gefäßstütze) wird aufgeblasen und damit der Stent in die Gefäßwand implantiert.

Der Ballonkatheter wurde wieder entfernt und das Gefäß wird aufgrund des verbleibenden Stents jetzt wieder optimal durchblutet.

Infobox

Robert-Bosch-Krankenhaus
Abteilung für Kardiologie

Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-6048
Telefax 0711/8101-3795