Psychosomatik

Borderline-Sprechstunde

Die Abteilung Psychosomatische Medizin des Robert-Bosch-Krankenhauses bietet eine Sprechstunde für junge Erwachsene mit Borderline-Problemen (zwischen 18 und 27 Jahren) an, die an einer therapeutischen Behandlung interessiert sind.

Was ist eine Borderline-Krankheit?

Die Betroffenen sind häufig sehr kreativ, lebendig und begeisterungsfähig. Freude und Liebe können sehr intensiv erlebt werden; gleichzeitig gibt es jedoch auch die Befürchtung, sich in Beziehungen zu verlieren.

Enttäuschungen und Auseinandersetzungen bewirken oft innere Spannungen, welche für die Betroffenen schwer zu ertragen sind. Impulsive Reaktionen führen einerseits zur Instabilität und zu Problemen im Kontakt mit anderen Menschen. Andererseits neigen die Betroffenen dazu, die für sie zuvor wertvollen Beziehungen abzubrechen. In der Folge kann es zum Erleben von Verzweiflung, Alleinsein, Wertlosigkeit oder starker Angst kommen.

Mit Selbstverletzungen/Drogen/Essen versuchen die Betroffenen, sich vor unerträglichen Gefühlen oder empfundener Leere zu schützen. Gleichzeitig leiden sie stark unter ihren instabilen Gefühlszuständen und Stimmungen, so dass sie sich oft in einer für sie ausweglosen Situation empfinden.

Borderline-Sprechstunde

Im Zentrum der Tätigkeit der Sprechstunde stehen mehrere Gespräche, in welchen wir Sie und Ihre Anliegen kennen lernen möchten. Dabei sprechen wir mit Ihnen nicht nur über Ihre aktuellen Belastungen, sondern auch über Ihre Lebenssituation, Ihre Lebensgeschichte und Ihre Wünsche und Erwartungen an eine Therapie.

In mehreren Gesprächen und unterstützt durch eine testpsychologische Untersuchung möchten wir mit Ihnen gemeinsam die möglichen Formen der therapeutischen Unterstützung besprechen.

Im Einzelnen werden angeboten:

  • Ein ausführliches Erstgespräch, in dem es um das Kennenlernen, die aktuelle Problematik sowie um das Angebot der Sprechstunde geht
  • Systematische, diagnostische Untersuchung unter Einbeziehung der momentanen Lebenssituation und der Lebensgeschichte
  • Offenheit für stationäre, teilstationäre oder ambulante Therapieformen
  • Ausführliche Besprechung der Ergebnisse der diagnostischen Untersuchung und gemeinsame Erörterung der verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten, gegebenenfalls auch der notwendigen psychosozialen Unterstützung
  • Beim Wunsch, eine längerfristige Psychotherapie zu beginnen, sind wir bei der Vermittlung eines Therapieplatzes behilflich
  • Nachgespräche nach drei und zwölf Monaten
  • Möglichkeit, sich bei Schwierigkeiten wieder an uns zu wenden

Ziel

Langfristig ist es das Ziel der Borderline-Sprechstunde, eine weiterführende ambulante, teilstationäre oder stationäre Therapie zu vermitteln. Hierzu besteht bereits eine enge Zusammenarbeit mit bestehenden Einrichtungen sowie niedergelassenen ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten.

Anmeldung

Sie selbst oder Ihr behandelnder Arzt können in unserem Sekretariat, einen Termin zu einem Vorgespräch vereinbaren. Bitte bringen Sie zu diesem Erstgespräch einen Einweisungsschein mit.

Kontakt
Sekretariat
Susanne Krüger, Verena Knauer
Telefon 0711/8101-3017

In der Regel folgen weitere Gespräche, um mit Ihnen gemeinsam zu klären, welches weiterführende Behandlungsangebot wir Ihnen machen können. In jedem Fall geben wir Ihrem einweisenden Arzt oder Therapeuten Rückmeldung über unsere Entscheidung.

Infobox

Robert-Bosch-Krankenhaus
Abteilung für Psychosomatische Medizin

Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-3017
Telefax 0711/8101-3084

Schwerpunkte Liaisondienst

Weitere Informationen zum Liaisondienst und zur Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen finden Sie hier:

Schwerpunkte Liaisondienst