Pflege

Angehörigenbetreuung auf der Intensivstation

Für Angehörige oder Freunde eines Schwerkranken, der auf der Intensivstation liegt, beginnt der Besuch mit großer Unsicherheit. Diese Unsicherheit und oft auch Ängstlichkeit im Umgang mit dem Kranken möchten wir überwinden helfen.

Ausgehend von dem Pflegeforschungsprojekt „Angehörigenbetreuung auf der Intensivstation“, durchgeführt an der Evangelischen Fachhochschule in Ludwigshafen, führten folgende Ergebnisse zur Auflage des Projektes im Robert-Bosch-Krankenhaus.

Ausgangslage

Bedürfnisse und Gefühle von Angehörigen werden zwar von Intensivpflegekräften erkannt, aber durch ihre Verhaltens- und Handlungsweise nicht zufrieden gestellt.

Es besteht ein Wissensdefizit auf Seiten der Intensivpflegekräfte über Umgang mit und Betreuung der Angehörigen von Intensivpatienten. Unsicherheit und inadäquate Betreuung sind die Folge.

Angehörige stellen eine wichtige Unterstützung sowohl für Patienten als auch für Pflegekräfte dar, die im Rahmen der pflegerischen Versorgung auf Intensivstationen nicht ausreichend genutzt wird.

Zielsetzung des Angehörigenprojektes  

  • Sicherstellung und Optimierung der vorhandenen Pflegequalität auf den Intensivstationen
  • Sicherstellung und Steigerung der Kundenzufriedenheit
  • Sicherstellung und Umsetzung des Pflegeleitbildes des Robert-Bosch-Krankenhauses
  • Aktive Einbindung der Angehörigen im Rahmen der pflegerischen Versorgung auf den Intensivstationen
  • Zufriedenstellung der Gefühle und Bedürfnisse von Angehörigen
  • Verbesserung der Situationsbewältigung (Intensivaufenthalt)
  • Empowerment (Bewältigungsstrategien, Techniken/Kenntnisse der pflegerischen Versorgung)
  • Steigerung des Wohlbefindens während der Intensivversorgung
  • Beschleunigung des Genesungsprozesses der Patienten
  • Vermeidung von Komplikationen während des Intensivaufenthaltes

Zielsetzung für die Intensivpflegekräfte

  • Verbesserung der Kooperation mit den Angehörigen und Einbindung der Angehörigenperspektive in den Pflegeprozess
  • Vermittlung von pflegewissenschaftlichen Kompetenzen

Das Betreuungskonzept für Angehörige beinhaltet außerdem die Entwicklung von Leitlinien zum Beispiel die Einführung einer Angehörigendokumentation.

Unser Projekt wird im Frühjahr 2008 abgeschlossen sein, danach ist die Ausweitung des Projektes auf alle Überwachungsstationen in Planung.

Ansprechpartner

Thomas Bender
Projektmanagement Pflegeentwicklung

Telefon 0711/8101-5741
thomas.bender -|- @ -|- rbk.de

Infobox

Robert-Bosch-Krankenhaus
Pflegedirektion

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