04. Juni 2019 | Robert-Bosch-Krankenhaus

50 Millionen Euro für EU-Forschungsprojekt MOBILISE-D: Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus forscht zum Thema Mobilität des Menschen

Das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart beteiligt sich an dem von der Europäischen Union mit 50 Millionen Euro finanzierten Projekt MOBILISE-D. Ein internationales Konsortium forscht, mit Blick auf eine immer älter werdende Gesellschaft, an einem zukunftsweisenden Projekt. Mit Hilfe digitaler Technologien wird die Mobilität von Menschen erfasst und bewertet. Die Daten sollen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapien und Medikamente leisten.

Prof. Dr. med. Clemens Becker, Chefarzt der Abteilung für Geriatrische Rehabilitation am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus, begleitet das zukunftsweisende Projekt MOBILISE-D. Der Altersmediziner leitet die klinische Validierung und Anwendung der Sensoren. „Stellen Sie sich vor, Sie können Ihre Mobilität und Gesundheit mit Hilfe von kleinen Sensoren am Körper und personalisierten Algorithmen überwachen – und das täglich, ohne dass Sie Ihren Arzt oder eine Klinik aufsuchen müssen.“ Diese winzigen Sensoren sind essentiell wichtig, um die Mobilität der am Projekt teilnehmenden Patienten erfassen und auswerten zu können. Sie überwachen die Alltagsaktivitäten, die Gehfähigkeit und Gehgeschwindigkeit eines Patienten. Die erfassten Daten werden mit Hilfe internationaler Experten analysiert und dienen den Ärzten dazu, die medizinische Behandlung optimal auf den Patienten anzupassen. Langfristig können auf Grundlage dieser digitalisierten Messergebnisse Erkenntnisse gewonnen werden, welche die Entwicklung zukunftsweisender Therapien, Medikamente und Technologien vorantreiben können.  

„MOBILISE-D verspricht dabei mehr als die reine digitale Bewertung der Mobilität – es nutzt insbesondere die Fähigkeit des Gehens als fundamentalen Vitalparameter, der es erlaubt, eine nachlassende Kognition sowie das Sturzrisiko eines Menschen im Alltag zu überprüfen und damit Rückschlüsse auf die Gesundheit eines Patienten zu ziehen“, erklärt Clemens Becker. „Unser Ziel ist es, dass dieses Bewertungssystem künftig allumfassend und klinisch gültig zum Einsatz kommen kann und damit einen wesentlichen Beitrag zu einer personalisierten Gesundheitsversorgung leistet.“

Das Konsortium setzt sich aus Klinikern und Wissenschaftlern aus 34 Universitäten, internationalen Forschungsinstituten und akademischen Zentren in ganz Europa zusammen und forscht gemeinsam mit Unternehmen aus den Bereichen Pharmazie und Technik.

 

Das Projekt MOBILISE-D wird durch eine Förderung im Rahmen der Innovative Medicines Initiative 2 Joint Undertaking unter der Fördervereinbarung Nr. 820820 finanziert. Dieses gemeinsame Unternehmen erhält Unterstützung von dem Forschungs- und Innovationsprogramm "Horizon 2020" der Europäischen Union und EFPIA, zu der folgende 34 Partner gehören: Alma Mater Studiorum - Università di Bologna; Amgen Ltd; AstraZeneca AB; Bayer AG; Centre Hospitalier Universitaire de Montpellier; Christian-Albrechts-Universität; Ecole Polytechnique Federale de Lausanne; eResearch Technology Inc; Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Fundacion Privada Instituto De Salud Global; Grünenthal GmbH; ICON Clinical Research Limited; Imperial College Of Science Technology And Medicine; Ixscient Ltd; Katholieke Universiteit Leuven; McRoberts B.V.; Merck KGaA; Novartis Pharma AG; Norges Teknisk-Naturvitenskapelige Universitet; Pfizer Limited; Pneumologisches Forschungsinstitut an der LungenClinic Grosshansdorf GmbH; Robert Bosch Gesellschaft für Medizinische Forschung mbH; Sanofi Aventis Recherche et Developpement; Takeda Development Centre Europe LTD; Teva Pharmaceutical Industries Limited; The Foundation For Medical Research Infrastructural Development And Health Services Next To The Medical Center Tel Aviv; University Hospital Erlangen; Università degli Studi di Sassari; Università Vita-Salute San Raffaele; University of Sheffield; University College Dublin; University of Newcastle upon Tyne; University Of Northumbria at Newcastle; Universitat Zurich.

Diese Pressemitteilung stellt die Meinung des Autors dar und bedeutet, dass weder das IMI noch die Europäische Union, EFPIA oder assoziierte Partner für die Verwendung der darin enthaltenen Informationen verantwortlich sind.

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