05. August 2016 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Gegen den Blutkrebs

Eine dreitägige Typisierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei am Robert-Bosch-Krankenhaus und in der Klinik Schillerhöhe hat 537 potentielle Stammzellspender ergeben.

Das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) ist im Großraum Stuttgart das einzige zertifizierte Zentrum für Stammzell- und Knochenmarktransplantationen. Seit mehr als 20 Jahren transplantieren die Spezialisten fremde und eigene Stammzellen sowie Knochenmark. Fast täglich werden bei Fremdspendern entnommene Stammzellpräparate in zahlreiche Länder versendet, um Patienten weltweit zu helfen. In Deutschland erhält laut der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) alle 15 Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Oft ist eine Stammzellspende die einzige Chance auf Heilung - doch jeder siebte Patient findet keinen Spender.

Vor kurzem erkrankte ein langjähriger RBK-Mitarbeiter an Blutkrebs. Zu Beginn seiner Tätigkeit im RBK hatte er sich als stellvertretender Stationsleiter der Hämatologischen Überwachungsstation noch selbst um Leukämiepatienten gekümmert. Seine Erkrankung nahmen die Kolleginnen und Kollegen zum Anlass, eine eigene Typisierungsaktion für die DKMS zu starten. Etwa 120 ehrenamtliche Helfer haben Ende Juli an drei Tagen 537 potentiellen Spendern die Proben für die Typisierung abgenommen. Einer der Aktionstage fand in der Klinik Schillerhöhe in Gerlingen, einem Standort des Robert-Bosch-Krankenhauses statt. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Standorte der Bosch-Unternehmensgruppe in Stuttgart nutzten die Gelegenheit und kamen in ihrer Mittagspause oder nach Feierabend zur Typisierung.

Jens Stäudle vom Organisationsteam des RBK brachte anschließend 305 Proben von RBK-Spendern und 232 Proben von Bosch-Spendern zur DKMS nach Tübingen. „Die drei Aktionstage waren geprägt von positiven Begegnungen von Mitarbeitern unseres Hauses und auch des Unternehmens Bosch, die sich gemeinsam zum Wohle des Ganzen – und bei dieser Aktion zum Wohle Einzelner in Not – einsetzen möchten“, sagt Stäudle, der im Rahmen seiner Arbeit junge Krebspatienten betreut. Die Kosten für die Typisierungsaktion übernahm die Geschäftsführung des Robert-Bosch-Krankenhauses, die Bosch-Gruppe deckte die Kosten für die Proben der Bosch-Mitarbeiter.

Nicht nur bei dieser kollegialen Aktion ziehen die verschiedenen Bosch-Häuser an einem Strang. Erst Mitte Juli hatten das RBK, die Robert Bosch Stiftung und die Bosch-Gruppe angekündigt, gemeinsam gegen den Krebs zu kämpfen. Sie haben dazu ein Bündnis geschlossen und mehrere Initiativen gestartet.

Mehr zum Bosch-Bündnis gegen Krebs:
Pressemitteilung vom 18. Juli 2016

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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