18. Oktober 2018 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Prüfen. Rufen. Drücken.

Anlässlich des „World Restart a Heart Day“ am 16. Oktober 2018 veranstaltete das Robert-Bosch-Krankenhaus in der Zentrale der Firma Bosch auf der Gerlinger Schillerhöhe eine Aktion zu Wiederbelebungsmaßnahmen.

Stuttgart – „Was tun Sie, wenn Sie Ihren Kollegen bewusstlos im Büro finden?“ Viele der Bosch-Mitarbeiter, die am 16. Oktober 2018 auf dem Weg zum Mittagessen ins Betriebsrestaurant der Firmenzentrale waren, wussten darauf eine Antwort. Etwa 100 Beschäftigte nahmen in ihrer Mittagspause dann spontan die Gelegenheit wahr, ihr Wissen auch nochmals praktisch zu überprüfen und zu erweitern. Im Eingangsbereich der Bosch-Kantine fanden anlässlich des ersten „World Restart a Heart Day“ zwischen 11.30 und 13.30 Uhr Wiederbelebungsschulungen für jedermann statt. Weltweit führten Einrichtungen des Gesundheitswesens Aktionen durch, um Laien mit der Technik der Wiederbelebung vertraut zu machen. Fünf Notärzte des Robert-Bosch-Krankenhauses und ein Mitarbeiter des Malteser-Hilfsdiensts erklärten die wichtigen Schritte zur Wiederbelebung und ließen Herzdruckmassage sowie Beatmung an Reanimationspuppen üben. Auch der richtige Umgang mit einem Defibrillator wurde gezeigt. Denn auch wenn diese Geräte leicht zu bedienen sind, erfordert der erstmalige Gebrauch oft Überwindung.

Der Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses gehört zu den
häufigsten Todesursachen. Allein in den USA und Europa sterben mehr als 700.000 Menschen pro Jahr, weil sie nicht rechtzeitig wiederbelebt
werden. Bereits nach wenigen Minuten ohne Sauerstoffversorgung beginnt das Gehirn zu sterben. Das beherzte Eingreifen von Ersthelfern vor Ort ist für Betroffene deshalb überlebenswichtig. Sie können mit einer Herzdruckmassage die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken: In den ersten Minuten nach einem Herzkreislauf-Stillstand ist bei erwachsenen Patienten noch genügend Sauerstoff im Blut und in den Lungen vorhanden, um das Gehirn mit einer Herzdruckmassage am Leben zu erhalten. Reanimationsmaßnahmen durch medizinische Laien können deshalb die Überlebenschance der Patienten verdoppeln bis vervierfachen.

Am „World Restart A Heart Day“ wurde weltweit gezeigt, dass jeder ein Leben retten kann. Im Ernstfall müssen nur die drei lebensrettenden Schritte „Prüfen. Rufen. Drücken“ berücksichtigt werden:
1. Prüfen – Prüfen, ob die bewusstlose Person noch atmet.
2. Rufen –  Den Rettungsdienst unter der europaweit gültigen Nummer 112 verständigen.
3. Drücken – Mit der Herzdruckmassage beginnen: Dazu mit verschränkten Händen fest und schnell etwa fünf bis sechs Zentimeter tief in die Mitte des Brustkorbs (100 bis 120 Mal pro Minute) drücken. Wichtig: Nicht aufhören, bis der Rettungsdienst eintrifft!

Die sieben Ratsgremien des „ILCOR – International Liaison Committee on Resuscitation“ (American Heart Association, Australian and New Zealand Committee on Resuscitation, European Resuscitation Council, Heart and Stroke Foundation of Canada,  InterAmerican Heart Foundation) unterstützen den „World Restart a Heart Day“, der zukünftig jährlich stattfinden soll. In Deutschland hat unter anderem die „Initiative Qualitätsmedizin“ eine Kampagne gestartet, um durch eine breite öffentliche Aufmerksamkeit immer mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Als Mitgliedskrankenhaus der IQM beteiligte sich das Robert-Bosch-Krankenhaus mit dieser Aktion im Betriebsrestaurant bei der Firma Bosch.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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