24. Mai 2017 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Transplantation von Stammzellen auf höchstem Niveau

Am 28. Mai 2017 ist World Blood Cancer Day. Rund um den Globus zeigen Menschen ihre Solidarität mit Blutkrebspatienten und weisen damit auch auf die Bedeutung von Stammzelltransplantationen hin.

  • Am Sonntag, den 28. Mai 2017, zeigen Menschen rund um den Globus ihre Solidarität mit Blutkrebspatienten. Sie weisen am World Blood Cancer Day damit auch auf die Bedeutung von Stammzelltransplantationen hin, die für viele Blutkrebspatienten die einzige Überlebenschance sind.
  • Mehr als 1.000 Patienten haben sich im Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) schon einer Stammzelltransplantation unterzogen.
  • Das RBK ist in Stuttgart das einzige europäisch akkreditierte Zentrum für Stammzell- und Knochenmarktransplantationen (Joint Accreditation Committee ISCT-EBMT (JACIE)).

Das Robert-Bosch-Krankenhaus verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Bluterkrankungen mittels Blutstammzell- oder Knochenmarktransplantation. Ende April hat das RBK erneut die höchste internationale Auszeichnung für medizinische Versorgung in der Stammzelltransplantation erhalten und ist in Stuttgart das einzige durch das Joint Accreditation Committee ISCT-EBMT (JACIE) zertifizierte Zentrum für Stammzell- und Knochenmarktransplantationen. Mehr als 1.000 Patienten haben sich im RBK schon einer Stammzelltransplantation unterzogen. 1991 wurden am RBK erstmals Stammzellen bei Patienten zur Eigenspende (autolog) entnommen. 2003 erfolgte die erste Transplantation fremder Stammzellen (allogen). Zudem besteht seit 2009 als Stammzell-Entnahmezentrum eine Kooperation mit der DKMS gemeinnützige GmbH (vormals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), der Organisation mit der weltweit größten Spenderdatei. Mittlerweile werden am RBK jährlich 300 bis 400 Stammzellentnahmen durchgeführt.

„Stammzellspenden sind eine ganz besondere medizinische Intervention. Zum einen tragen sie dazu bei, Menschen das Leben zu retten. Zum anderen zeigt die hohe Spenderquote in Deutschland die herausragende Bereitschaft, völlig uneigennützig fremden Menschen zu helfen“, sagt Prof. Walter Erich Aulitzky, Chefarzt der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin.

Stammzellen sind die Mutterzellen aller Blutkörperchen: von weißen und roten Blutkörperchen sowie von Blutplättchen. Normalerweise befinden sie sich im Knochenmark und nur in einer winzigen, kaum messbaren Menge im Blut. "Wir benötigen Stammzellen, um die gesamte Blutbildung in Gang zu bringen. Daraus entwickeln sich alle Blutzellen. Bei einer Knochenmarkerkrankung funktioniert das nicht mehr – und das ist natürlich lebensbedrohlich. Der Patient braucht neues, gesundes Knochenmark. Dafür muss eine bestimmte Anzahl spezieller Gewebemerkmale genau passen. Deswegen ist es so wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potentielle Spender typisieren lassen", erklärt Dr. Sonja Martin, Oberärztin in der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin und verantwortlich für die Stammzellherstellung.

Ende April 2017 hat das Joint Accreditation Committee ISCT-EBMT seine Liste akkreditierter Zentren für autologe und allogene Stammzelltransplantationen sowie für die Gewinnung und Verarbeitung der Stammzellen aus dem Blut oder Knochenmark aktualisiert: darunter als einzige Stuttgarter Einrichtung die Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin des Robert-Bosch-Krankenhauses. „Das JACIE-Gütesiegel ist die höchste internationale Auszeichnung für medizinische Versorgung in der Stammzelltransplantation und steht für den höchsten Qualitätsstandard“, so Professor Aulitzky. JACIE ist die Prüforganisation der Europäischen Organisation für Blut- und Knochenmarktransplantation (European Society for Blood and Marrow Transplantation – EBMT) und der Internationalen Gesellschaft für Zelltherapie (International Society for Cellular Therapy – ISCT). In einem mehrtägigen Besuch im RBK überzeugten sich Inspektoren, dass die Qualifikation der Mitarbeiter, die technische Ausstattung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern den hohen Qualitätsanforderungen dieser europäischen Organisation entsprechen. Überprüft wurde außerdem das Qualitätsmanagement in Diagnostik, Therapie und in der Betreuung der Patienten.

Stammzellspenden ist fast wie Blutspenden. Der Spender erhält ein Medikament, das bewirkt, dass die Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut ausgeschwemmt werden. So können diese direkt aus dem Blut gewonnen werden. 200 bis 300 Milliliter stammzellhaltiges Plasma sind das Ergebnis dieser sogenannten peripheren Stammzellspende.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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