Interdisziplinäres Zentrum für Brusterkrankungen

Forschung

Die Aktivitäten des Brustzentrums werden durch umfangreiche Forschungsaktivitäten zum Thema Brustkrebs am Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut für Klinische Pharmakologie (IKP) begleitet und ergänzt.

Das zentrale Anliegen der gemeinsamen Forschung ist es zum einen, die Wirkungsweise von Medikamenten zu erforschen, die bei einer Brustkrebstherapie zur Anwendung kommen. Zum anderen möchten wir die Mechanismen und Faktoren aufklären, die für das individuelle Ansprechen oder Nicht-Ansprechen und die schweren toxischen Begleitreaktionen einer medikamentösen Brustkrebstherapie entscheidend sind.

Die Wissenschaftler von Institut und Krankenhaus bearbeiten interdisziplinär ein breites Spektrum brustkrebsrelevanter Forschungsthemen. Dazu gehört auch die Aufklärung möglicher Risiken, die eine Brustkrebserkrankung begünstigen und auslösen können, einschließlich der Umwelteinflüsse, wie Lebensstil, Ernährung und Hormoneinnahmen sowie neue Labormessgrößen, die Auskunft geben über die Anfälligkeit, d. h. die „erblich determinierte Suszeptibilität, an Brustkrebs zu erkranken“.

Jenseits der Erforschung von Brustkrebsrisiken soll die Erforschung des Tumorgewebes verlässliche Aussagen zur Prognose über das Ansprechen von Patientinnen auf eine bestimmte Therapie liefern.

Die Gewebemerkmale des Tumors sind derzeit ausschlaggebend für die Wahl einer medikamentösen Behandlung von Brusttumoren, die durch Hormon-, Chemo- und/oder Immuntherapie erfolgen kann.

Leider reagieren aber auch bei günstigen Voraussetzungen nur 60 Prozent der in Frage kommenden Patientinnen auf eine Hormontherapie mit Anti-Östrogenen. Auch die Chemo- und Chemo-Immuntherapie können ebenfalls bei nur 60 Prozent der dafür geeigneten Frauen eine vorübergehende Krankheitskontrolle induzieren.

Daher sind die Wirkmechanismen dieser Medikamente und die Frage, warum eine Patientin auf eine bestimmte Therapie anspricht und eine andere nicht, die Kernfragen der interdisziplinären Forschungsaktivitäten am IKP.

Diese Forschungsarbeiten tragen zu den nationalen und internationalen Anstrengungen bei, aussagefähige Empfehlungen für eine wirksame Prävention des Brustkrebses und verlässliche Vorhersagen für das Ansprechen auf eine medikamentöse Therapie zu erarbeiten. Ziel ist es, die hohe Brustkrebsinzidenzrate in Deutschland zu senken und die Überlebenschancen bereits erkrankter Frauen zu verbessern.

Publikationen

A Polymorphism in the TC21 Promotor Modulates Tamoxifen Treatment Outcomne of Breast Cancer, submitted, M Rokavec, W Schroth, SMC Amaral, P Fritz, L Antoniadou, D Glavac, W Simon, M Schwab, M Eichelbaum, H Brauch.
Breast cancer treatment outcome with adjuvant tamoxifen relative to patient CYP2D6 and CYP2C19 genotypes. J Clin Oncol. 2007 Nov 20;25(33):5147-9. Schroth W, Antoniadou L, Fritz P, Schwab M, Muerdter T, Zanger UM, Simon W, Eichelbaum M, Brauch H.

Symptom-oriented follow-up of early breast cancer is not inferior to conventional control. Results of a prospective multicentre study., Onkologie. 2007 Sep;30(8-9):443-9. Epub 2007 Sep 7. Bornhak S, Heidemann E, Herschlein HJ, Simon W, Merkle E, Widmaier G, Ernst R, Greulich M, Bittner R, Kieninger G, Merkle P, Strosche H, Karg C, Wellhaeusser U, Aulitzky W, Schmidt B, Metzger H, Hahn M, Stauch A, Meisner C, Selbmann HK, Regelmann C, Brinkmann F.

Growth/adhesion-regulatory tissue lectin galectin-3: stromal presence but not cytoplasmic/nuclear expression in tumor cells as a negative prognostic factor in breast cancer. Anticancer Res. 2007 Jul-Aug;27(4B):2131-9. Moisa A, Fritz P, Eck A, Wehner HD, Mürdter T, Simon W, Gabius HJ.
Polymorphism of the DNA repair enzyme XRCC1 is associated with treatment prediction in anthracycline and cyclophosphamide/methotrexate/5-fluorouracil-based chemotherapy of patients with primary invasive breast cancer. Pharmacogenet Genomics. 2007 Jul;17(7):529-38. Jaremko M, Justenhoven C, Schroth W, Abraham BK, Fritz P, Vollmert C, Illig T, Simon W, Schwab M, Brauch H.

Study participation improves treatment strategies and individual patient care in participating centers. Anticancer Res. 2006 Sep-Oct;26(5B):3661-7Janni W, Kiechle M, Sommer H, Rack B, Gauger K, Heinrigs M, Steinfeld D, Augustin D, Simon W, Harbeck N, Friese K; ADEBAR Study Group.

Short term culture of breast cancer tissues to study the activity of the anticancer drug taxol in an intact tumor environment. BMC Cancer. 2006 Apr 7;6:86. Van der Kuip H, Mürdter TE, Sonnenberg M, McClellan M, Gutzeit S, Gerteis A, Simon W, Fritz P, Aulitzky WE.

c-erbB2 and topoisomerase IIalpha protein expression independently predict poor survival in primary human breast cancer: a retrospective study. Breast Cancer Res. 2005;7(3):R374-84. Epub 2005 Mar 21, Fritz P, Cabrera CM, Dippon J, Gerteis A, Simon W, Aulitzky WE, van der Kuip H.

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