26. April 2019 | Robert-Bosch-Krankenhaus

20 Jahre Psychosomatische Medizin im Robert-Bosch-Krankenhaus

Die Abteilung für Psychosomatische Medizin im Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus feiert im Mai 2019 ihr 20-jähriges Bestehen. Das Jubiläum ist ein Grund zur Freude und zugleich Anlass für einen Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Abteilung.

Stuttgart – Im Mai 2019 feiert die Abteilung für Psychosomatische Medizin im Robert-Bosch-Krankenhaus ihr 20-jähriges Jubiläum. Vor zwei Jahrzehnten, am 1. Mai 1999, hat Prof. Dr. med. Heinz Weiß, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Psychoanalyse, die Abteilung gegründet, die er bis heute leitet.

„Das Fachgebiet Psychosomatische Medizin befasst sich als ganzheitliches Behandlungskonzept mit den Wechselwirkungen körperlich-seelischer Faktoren auf die Gesundheit eines Menschen“, erläutert Heinz Weiß. „Sie verbindet sowohl die auf den Körper als auch auf die Seele bezogenen Fächer der Medizin und untersucht die Entstehung von Krankheiten hinsichtlich körperlicher, psychischer und sozialer Dimensionen. Diese neuen Ansätze waren lange ihrer Zeit voraus, so dass der Fachbereich bis heute einen hohen Stellenwert innerhalb der Medizin einnimmt.“

Ende 2002 eröffnete Heinz Weiß zudem eine psychotherapeutische Tagesklinik im Robert-Bosch-Krankenhaus, damals die erste ihrer Art in einem Stuttgarter Akutkrankenhaus. Dieses Konzept war insofern innovativ, als dass es damals in Baden-Württemberg und auch in der Bundesrepublik nur sehr wenige teilstationäre psychosomatische Behandlungsplätze an großen Allgemeinkrankenhäusern gab. Bis heute ergibt sich für Patienten daraus ein Behandlungsrahmen, der nicht nur Familie und  Angehörige miteinbezieht und eine Fortführung ihrer sozialen Beziehungen erlaubt, sondern auch einen Transfer in den Alltag ermöglicht, um die Probleme dort zu lösen, wo sie entstehen. Das neuartige Konzept des teilstationären Therapiesettings war so erfolgreich, dass die Tagesklinik in den Folgejahren dreimal erweitert wurde und heute in den großzügig gestalteten Räumlichkeiten des Atriums im Robert-Bosch-Krankenhaus über insgesamt 24 Therapieplätze verfügt.

Mit Unterstützung der Heidehof-Stiftung richtete die Abteilung 2012 eine ambulante Sprechstunde für junge Patienten mit Borderline-Problemen ein, um diesen oftmals sehr traumatisierten Menschen mit schwerwiegenden Problemen ein konsequentes Therapieangebot zu bieten.

Kontinuierlich erweitert und ausgebaut wurde gleichzeitig der psychoonkologische Schwerpunkt der Abteilung. Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit den Ängsten und Sorgen sowie der Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts von Patienten und deren Angehörigen bei der Bewältigung von Krebserkrankungen.

Heute sind insgesamt 17 Ärzte, Psychologen, Spezialtherapeuten und Pflegekräfte in der Abteilung beschäftigt. Neben ihren klinischen Tätigkeiten nimmt die Abteilung für Psychosomatische Medizin am Robert-Bosch-Krankenhaus auch Aufgaben in der Forschung und Lehre wahr. In den 20 Jahren seit ihrer Gründung wurden von den Mitarbeitenden der Abteilung mehr als 150 wissenschaftliche Arbeiten, darunter zehn Bücher, veröffentlicht und mehr als 20 internationale Fachtagungen organisiert. Der Chefarzt der Abteilung, Prof. Heinz Weiß, leitet seit 2012 darüber hinaus den medizinischen Fachbereich des renommierten Frankfurter Sigmund Freud-Instituts.

Auch künftig ist das Ziel der Psychosomatischen Medizin im Robert-Bosch-Krankenhaus die Genesung und Gewinnung neuer Lebensqualität der Patienten durch eine effektive und individuelle Therapie in angenehmer Atmosphäre. Dafür sind unter anderem ein Ausbau des ambulanten Sektors, präventive Ansätze sowie spezielle Angebote für Patienten mit Migrationshintergrund geplant.

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