16. Juni 2020 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Ausgezeichnete Herzklappentherapie in Baden-Württembergs erstem zertifizierten Mitralklappenzentrum

Das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus verfügt seit April dieses Jahres über das erste zertifizierte Mitralklappenzentrum in Baden-Württemberg.

Das renommierte Zertifikat wird von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie − Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) vergeben und belegt die umfassende Behandlungsqualität sowie die individualisierte Therapie durch die enge Zusammenarbeit von Medizinern verschiedener Fachrichtungen und niedergelassener Kardiologen. 

Das Herzzentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses behandelt jährlich mehr als 8.000 Patienten und zählt laut Focus-Bewertung zu den besten Deutschlands. Seit April dürfen sich die beiden Abteilungen für Herzchirurgie und Kardiologie zudem über die Zertifizierung zum ersten Mitralklappenzentrum Baden-Württembergs freuen. Der Qualitätsnachweis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie − Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) honoriert das umfassende Angebot aller für die Therapie von  Mitralklappenerkrankungen notwendigen Behandlungsverfahren und die optimalen Behandlungsergebnisse. Eine wichtige Bedingung für diesen Erfolg ist die intensive, interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Abteilungen, die eine ganz individuelle Therapieentscheidung für jeden einzelnen Patienten ermöglicht.  

Die Mitralklappe ist eine von vier Herzklappen des Menschen. Eine verengte oder undichte Mitralklappe zählt zu den häufigsten Herzklappenfehlern in Europa und betrifft besonders ältere Menschen. Unbehandelt kann eine solche Erkrankung zu einer erheblichen Abnahme der alltäglichen Belastbarkeit und zu einer Luftnot bereits unter leichter Belastung führen. Die Leistungsfähigkeit des Herzens verschlechtert sich und die Lebenserwartung kann drastisch abnehmen.

Als erstes zertifiziertes Zentrum dieser Art in Baden-Württemberg garantiert das Mitralklappenzentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus die bestmögliche Versorgung der Patienten. „Diese Zertifizierung schafft Transparenz und gibt Patienten eine wertvolle Orientierung bei der Auswahl der vielfältigen Therapieangebote“, erklärt Prof. Dr. med. Ulrich Franke, Chefarzt der Abteilung für Herzchirurgie am Robert-Bosch-Krankenhaus. Dabei lobt der Experte die umfassende Behandlungsqualität sowie die fachübergreifende und auf den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Therapie: „Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen ist es, die gesamte Bandbreite der Mitralklappentherapie abzudecken und somit für jeden Patienten das optimale Therapieverfahren anzubieten.“

Bei der Auswahl des Therapieverfahrens, steht der möglichst langfristige Erfolg im Vordergrund. Gleichzeitig soll das schonendste Verfahren angewendet werden. Ein Beispiel dafür sind die robotergestützten Operationen, bei denen die undichte Herzklappe über kleinste Instrumente und ein 3D-Kamerasystem hochpräzise rekonstruiert werden kann. Der Vorteil liegt in den minimalen Zugangswegen über ausschließlich kleine Schnitte im Brustkorb und der somit verbundenen sehr raschen Heilung. Für Patienten, bei denen eine offene Herzoperation mit Herz-Lungen-Maschine nicht mehr in Frage kommt, kann im Mitralklappenzentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses als Alternative auch das MitraClip-Verfahren angewendet werden, bei dem über einen kleinen Schnitt in der Leiste die Mitralklappe abgedichtet wird. Für dieses komplexe und gleichzeitig schonende Verfahren ist das Robert-Bosch-Krankenhaus zudem eines der wenigen Ausbildungszentren in Deutschland. Welche Therapie sich für welchen Patienten am besten eignet, wird gemeinsam im „Herz-Team“, einem Verbund aus hochspezialisierten Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten, unter Einbindung der niedergelassen Ärzte abgestimmt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht ein maßgeschneidertes und optimal auf jeden einzelnen Patienten abgestimmtes Behandlungskonzept.

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