18. April 2016 | Furtbachkrankenhaus

Furtbachkrankenhaus in Feierlaune

Mit einer Jubiläumstagung feierte das Furtbachkrankenhaus, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, in der Stuttgarter Furtbachstraße am Freitag, 15. April 2016 gleich drei runde Geburtstage: zwanzig Jahre Furtbachkrankenhaus, das fünfzigjährige Gründungsjubiläum der Klinik und den achtzigsten Geburtstag des ehemaligen Chefarztes und Gesellschafters Dr. Gerhard Hinz.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO erkrankt nahezu jeder zehnte Mensch weltweit an einer Depression. Dass sich die Investition in die Behandlung psychischer Erkrankungen auch für die Wirtschaft lohnt, belegt eine Studie, die die WHO gemeinsam mit der Weltbank aktuell veröffentlicht hat. Jeder US-Dollar, der zur Behandlung von Depressionen und Ängsten eingesetzt werde, vervierfache sich laut dieser Studie später durch gesteigerte Gesundheit und Arbeitsproduktivität der Patienten.

In erster Linie ist die Behandlung psychischer Erkrankung natürlich für die Betroffenen von großer Bedeutung. In Stuttgart wurde darum schon vor fünfzig Jahren die „Klinik der offenen Tür“ gegründet – als eine der ersten ihrer Art in ganz Deutschland. 1996 erhielt sie mit dem Umzug in die Furtbachstraße ihren heutigen Namen „Furtbachkrankenhaus“. Damit vergrößerte und modernisierte sich die Klinik nicht nur. Sie übernahm auch die Verantwortung für die psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung des Stuttgarter Stadtgebiets und bietet heute das gesamte Spektrum psychiatrischer und psychotherapeutischer Diagnostik und Behandlung. Maßgeblich am Aufbau und Erfolg der Einrichtung beteiligt war Dr. Gerhard Hinz. Er ist Stifter der Krankenhausträgerin, der Stiftung Furtbachkrankenhaus, und war von 1979 bis 1999 Chefarzt der Klinik. Dr. Gerhard Hinz hat seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert und nahm als Ehrengast an der Jubiläumsveranstaltung am Freitag, 15. April 2016 im Furtbachkrankenhaus teil.

Die Begrüßungsrede des musikalisch untermalten Jubiläumsprogramms hielt Ullrich Hipp, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhauses GmbH, der die Betriebsführung des Furtbachkrankenhauses unterliegt. Es folgten Grußworte von Isabel Fezer, Stuttgarter Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, und Dr. Bernhard Janta, ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Klinik Wittgenstein, Bad Berleburg. Hartwig Schaper, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stiftung Furtbachkrankenhaus, hielt die Laudatio auf Dr. Gerhard Hinz und würdigte damit seine Verdienste: „Sein Wirken war geprägt von realistischem Idealismus und umfassender Menschlichkeit bei hohem ärztlichen Ethos.“

Den Abschluss des Vormittags bildete der Festvortrag von Prof. Dr. Dorothea von Haebler, die an der Internationalen Psychoanalytischen Universität und der Charité in Berlin tätig ist. Sie zeigte die Entwicklungen der Psychiatrie am Beispiel von Menschen mit Psychosen über die vergangenen zwei Jahrhunderte auf: „Wir haben uns vom rein defizitorientierten Bild des Patienten zu einer humaneren Ebene entwickelt. Die heutige Psychotherapie rückt die Beziehung mit dem Patienten ins Zentrum. Sie ist eine Mischung aus intensivem Einfühlen und respektierender Distanz.“ Das Nachmittagsprogramm der Jubiläumstagung widmete sich mit unterschiedlichen Fachvorträgen dem eingeladenen Fachpublikum.

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Im Furtbachkrankenhaus finden Menschen mit psychischen Erkrankungen Hilfe und Unterstützung. Die Tradition des Hauses besteht in der Verbindung von psychotherapeutischem, insbesondere psychoanalytischem Denken mit der psychiatrischen Versorgung. Dies spiegelt sich neben entsprechenden Zusatzqualifikationen der Mitarbeiter auch in der Organisation wider: Um eine möglichst große Beziehungskontinuität zu erreichen, werden Patienten durchgängig vom selben multiprofessionellen Kleinteam, bestehend aus Ärzten, Psychologen, Gesundheits-, Kranken- und Altenpflegern, Sozialarbeitern, Gestaltungs-, Bewegungs- und Musiktherapeuten, behandelt. Die Betreuung findet sowohl stationär als auch tagesklinisch statt, sowie – bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen – auch ambulant in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA). Wiederaufnahmen erfolgen wiederum in das gleiche Kleinteam. Seit 1999 ist Univ.-Prof. Dr. Elmar Etzersdorfer Chefarzt des Furtbachkrankenhauses. Er leitet die Klinik gemeinsam mit Sibylle Müller, Pflegedienstleitung, und Willi Slesak, Verwaltungsleitung. 170 Mitarbeiter betreuen jährlich mehr als 1.200 Patienten, davon mehr als 95 Prozent vollstationär.

Kontakt:
Furtbachkrankenhaus
Klinik für Psychatrie und Psychotherapie
Furtbachstraße 6
70178 Stuttgart
Tel.: 0711 64 65-0
www.fbkh.org

Das Furtbachkrankenhaus, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, befindet sich seit 1996 in der Stuttgarter Furtbachstraße.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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