20. September 2017 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Hightech auf höchstem Niveau im Herzkatheterlabor

Vorreiter Robert-Bosch-Krankenhaus: Modernste Geräte optimieren Katheter-Eingriffe an den Herzkranzgefäßen.

• Deutlich schonendere Untersuchung für die Patienten
• Strahlungsärmere Eingriffe bei reduzierten Behandlungszeiten
• Neue Angiografie-Plattform ist die erste und bislang einzige ihrer Art in Deutschland

Im Herzkatheterlabor des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses kommt ab sofort eine neue Angiografie-Plattform zum Einsatz. Ausgestattet mit modernsten Lösungen für die Durchführung hochkomplexer Koronarinterventionen ist sie die erste und bislang einzige ihrer Art in Deutschland und gehört zur modernsten Gerätegeneration in der Kardiologie. Die neue Anlage liefert Bilder in höchster Auflösung und ist dennoch strahlungsärmer als ihre Vorgänger. Die Kardiologen können nun unterschiedliche Anwendungen – wie zum Beispiel den intravaskulären Ultraschall und die sogenannte Druckdrahtmessung – parallel nutzen. Die notwendigen Systeme sind voll in die Anlage integriert, dadurch verringert sich für die Patienten die Zeit des medizinischen Eingriffs erheblich.

„Im Herzkatheterlabor untersuchen wir mittels einer sogenannten Angiografie Herz und Herzkranzgefäße des Menschen mit Hilfe des Röntgenverfahrens“, erklärt Prof. Dr. Udo Sechtem, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie am Robert-Bosch-Krankenhaus. „Über die Unterarmarterie führen wir einen dünnen, elastischen Kunststoffschlauch, den sogenannten Herzkatheter, ein. So können wir krankhafte Veränderungen der Herzkranzgefäße, der Herzklappen oder des Herzmuskels diagnostizieren und im besten Fall direkt therapieren.“ Insbesondere Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten haben, können so schnell und optimal behandelt werden.

Im Robert-Bosch-Krankenhaus finden pro Jahr rund 3.000 Eingriffe im Herzkatheterlabor statt. Im Zuge der Modernisierung werden der neuen Angiografie-Anlage „Azurion Clirity IQ“ der Firma Philips zwei weitere identische Anlagen folgen. „Unsere Patienten werden in höchstem Maße von den neuen Geräten profitieren“, erklärt Dr. Tim Schäufele, Leitender Oberarzt der Kardiologie. „Denn die Röntgenstrahlung unserer neuen Angiografie-Anlage ist deutlich geringer als bei sämtlichen vorhergehenden Geräten.“ Insbesondere für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird die Behandlung künftig weit weniger belastend sein als zuvor, da die Ärzte ihren Patienten dank der hervorragenden Bildgebung nur noch geringste Mengen an Kontrastmittel spritzen müssen. Dies ist umso mehr von Bedeutung, da sich das Team um Dr. Schäufele in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Durchführung hochkomplexer Eingriffe, wie das Wiedereröffnen chronisch verschlossener Gefäße oder Eingriffe am sogenannten linken Hauptstamm, spezialisiert hat.

Die neue Anlage lässt sich von den Ärzten bequem mit einem Touchscreen steuern, dessen Bedienung ähnlich intuitiv und einfach von der Hand geht wie bei einem Tablet oder Smartphone. Auch der große Monitor mit einer Bilddiagonalen von rund anderthalb Metern erleichtert den Medizinern und ihren Teams deutlich die Arbeit, weil er eine Vielzahl von Informationen integriert. Der Bildschirm liefert hochauflösende Live-Bilder in 3D, zeigt neben den Röntgenaufnahmen der menschlichen Blutgefäße und des Herzens sämtliche laufende Anwendungen parallel. „Der Patient, in der Regel nur örtlich betäubt, kann die Behandlung am Bildschirm problemlos mitverfolgen“, erläutert Dr. Schäufele.

Dr. Schäufele erhielt 2016 für die technisch anspruchsvolle Wiedereröffnung einer chronisch verschlossenen Koronararterie über den Unterarm die Auszeichnung „Best Radialist of the Year“. Am 20. September 2017 startet im Stuttgarter Hotel Steigenberger der Aim Radial Kongress 2017 (Advanced International Masterclass), bei dem rund 250 Kardiologen aus aller Welt zusammentreffen. In einer Live-Übertragung aus dem Herzkatheterlabor werden sie die Arbeit von Dr. Schäufele und seinem Team an der neuen Angiografie-Plattform im Robert-Bosch-Krankenhaus mitverfolgen. Weitere Live-Übertragungen hochrangiger internationaler Kardiologen kommen aus Japan, Saudi-Arabien und Frankreich.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
Verwendung ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung über das in dieser Pressemitteilung berichtete Thema

Pressekontakt

Robert-Bosch-Krankenhaus
Unternehmenskommunikation
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-3047
Telefax 0711/8101-3779
unternehmenskommunikation -|- @ -|- rbk.de