20. Januar 2022 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Besuch am RBK

Hoher Besuch am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK): Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich am heutigen Donnerstag über den Stand der Translationalen Molekularbiologie und anderer datengetriebener Forschungsprojekte des Krankenhauses informiert. Das von der Robert Bosch Stiftung getragene RBK gehört zu den rund 500 Akteuren der von Ministerpräsident Kretschmann 2018 ins Leben gerufenen Innovationsplattform Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg.

Stuttgart – Es war der erste Besuch des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK). Am heutigen Donnerstag verschaffte sich Kretschmann bei einem Rundgang durch den Forschungsbereich des RBK einen persönlichen Überblick über die aktuelle Forschung am Burgholzhof. Thema waren unter anderem das vom Forum Gesundheitsstandort geförderte Projekt „ProCell for Patient“ zur automatisierten Herstellung spezieller Zelltherapeutika sowie das Projekt „Translationale Molekularbiologie“, das sich mit individualisierter Krebstherapie beschäftigt.

Denn auch auf molekularer Ebene können klinisch identische Krebserkrankungen unterschiedlich ausgeprägt sein. Vor diesem Hintergrund hat die personalisierte Medizin an Bedeutung gewonnen. Ihr Anliegen ist es, den Patientinnen und Patienten eine auf das jeweilige individuelle genetische Profil angepasste Therapie zur Verfügung zu stellen. Der Begriff Translation beschreibt dabei die Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen in die Gesundheitsversorgung zum Wohle der Patienten.

Die enge Verzahnung von Behandlung und medizinischer Forschung ist auch ein Schwerpunkt des neuen Bosch Health Campus, mit dem die Robert Bosch Stiftung alle Stiftungsaktivitäten und Institutionen im Bereich Gesundheit am Burgholzhof vereint. Hierzu zählen u. a. das Robert-Bosch-Krankenhaus, das Institut für Klinische Pharmakologie, das Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen, das Irmgard-Bosch-Bildungszentrum und das aus dem Förderbereich Gesundheit der Stiftung hervorgehende Robert Bosch Center for Innovative Health.

„Wir können den Gesundheitsbereich mit seinen wichtigen Fragen und notwendigen Innovationen wie die personalisierte Medizin oder die Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur durch die enge Zusammenarbeit von Versorgung, Forschung und Wirtschaft effektiv voranbringen. In Baden-Württemberg haben wir uns dafür mit dem Forum Gesundheitsstandort hervorragend aufgestellt“, betonte der Ministerpräsident bei seinem Besuch. „Für die Weiterentwicklung unseres Gesundheitsstandorts fördert das Land mit rund 100 Millionen Euro innovative und bereichsübergreifende Modellprojekte wie hier am Robert-Bosch-Krankenhaus, um die gesundheitliche und medizinische Versorgung zukunftsfähig gestalten.“ Die Gesundheitsindustrie sei neben Maschinenbau und der Automobilindustrie eine der Leitindustrien des Landes, so Kretschmann: „Ich freue mich außerordentlich über die vielen gelungenen Kooperationsprojekte zwischen Forschung und Unternehmen, mit denen wir unsere Innovationskraft weiter stärken.“

Prof. Mark Dominik Alscher, Medizinischer Geschäftsführer des RBK, verweist auf den positiven Impact, den die Aktivitäten des Forums Gesundheitsstandort BW mit sich bringen: „Die rasche Übertragung von Innovationen in die Versorgung der Patientinnen und Patienten wird immer wichtiger. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass die Landesregierung mit dem Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg eine Plattform für alle Akteure geschaffen hat, um diese Entwicklung nachhaltig zu unterstützen. Wir wiederum sind dabei, alle Aktivitäten zum Thema Gesundheit der Robert Bosch Stiftung inklusive dem Robert-Bosch-Krankenhaus im Bosch Health Campus zu bündeln mit demselben Ziel.“    

„Als Stiftung wollen wir ein translationales Ökosystem schaffen, in dem medizinische Forschung und Behandlung noch enger verzahnt werden. Das heißt Spitzenforschung zu betreiben, von der Patientinnen und Patienten unmittelbar profitieren – zum Beispiel durch individualisierte Behandlungsstrategien“, so Dr. Bernhard Straub, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung, beim Besuch des Ministerpräsidenten.

Auf Initiative von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde 2018 das „Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen, um eine engere Vernetzung und Zusammenarbeit der Bereiche Forschung, Gesundheitsversorgung und -wirtschaft zu erreichen und Baden-Württemberg zu einem Gesundheitsstandort auf höchstmöglichem Niveau zu entwickeln. Das Forum vereint aktuell mehr als 500 Expertinnen und Experten aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Forschungsinstituten und Universitäten sowie Biotech-, Pharma- und Medizintechnikfirmen aus Baden-Württemberg.

www.forum-gesundheitsstandort-bw.de
    


Robert-Bosch-Krankenhaus

Die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) in Stuttgart ist ein von der Robert Bosch Stiftung getragenes Krankenhaus der Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung an drei Standorten. Seit 1978 zählt das Robert-Bosch-Krankenhaus zu den Akademischen Lehrkrankenhäusern der Universität Tübingen. Mit 1.041 Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und Klinik Schillerhöhe sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation im Jahr bis zu 40.000 Patienten stationär auf. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Patienten individuell betreut fühlen. Forschungsinstitute zur Klinischen Pharmakologie und zur Medizingeschichte sind dem Krankenhaus angegliedert.
Mehr Informationen unter www.rbk.de
     

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Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
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