22. Mai 2017 |

Mit- und voneinander lernen

Bundesweit einmalige „Interkulturelle Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege“ für Flüchtlinge und Deutsche

Im September 2017 startet eine neue, bundesweit einmalige Pflegeausbildung am Irmgard-Bosch-Bildungszentrum des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses. In einer bunt gemischten Ausbildungsklasse lernen Deutsche und Flüchtlinge gemeinsam weit mehr als theoretisches und praktisches Wissen der Pflege. Ein Viertel der Ausbildung wird sich interkulturellen Themen widmen.

Gerade im Gesundheitswesen stellt die interkulturelle Kompetenz eine immer wichtiger werdende Schlüsselqualifikation dar. Die neue Ausbildung will eine Antwort sein auf die sich verändernden Anforderungen in der Pflege und gleichzeitig das interkulturelle Verständnis der Auszubildenden untereinander fördern. Das Angebot richtet sich an Menschen, die eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege mit einer interkulturellen Perspektive verknüpfen möchten. Zudem sind Menschen angesprochen, die aus nicht sicheren Herkunftsländern wie Syrien, Iran, Irak und Afghanistan fliehen mussten und eine pflegerische Berufsausbildung in Deutschland anstreben.

„Eine hohe Bereitschaft zum wechselseitigen Lernen und zur Mitwirkung an einer modellhaften Berufsausbildung sind Voraussetzung“, erklärt Dr. Annette Lauber, Direktorin des Irmgard-Bosch-Bildungszentrums. „Wir freuen uns, dass bereits viele Bewerbungen von geflüchteten jungen Frauen und Männern unterschiedlichster Herkunftsländer eingegangen sind.“ Diese beinahe schon befüllte eine Hälfte der Ausbildungsklasse soll nun noch ergänzt werden durch Bewerber aus Deutschland. Schulabgänger sollten sich neben guten beruflichen Perspektiven in der Pflege auch gerade aufgrund des Interkulturellen Aspekts für die Ausbildung entscheiden. „Wer es spannend findet, Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen kennenzulernen und sich dabei auch für die Integration von Geflüchteten aus dem arabischen Kulturkreis einzusetzen, kann dies bei dieser Ausbildung miteinander verknüpfen“, so Dr. Annette Lauber.

Die Robert Bosch Stiftung fördert diese neue Ausbildung, bei der die Auszubildenden ein über die gesetzlichen Ausbildungsanforderungen hinausgehendes, interkulturelles Zusatzangebot durchlaufen. Es vermittelt kulturbezogenes Wissen und Können, das für die pflegerische Berufspraxis einen Mehrwert darstellt. Neben den interkulturellen Lernangeboten ergänzt fachpraktischer Unterricht in Pflegeeinrichtungen die theoretische Ausbildung. Zusätzlich üben die Auszubildenden in einem „Lernlabor“ systematisch patientennahe Tätigkeiten und praktische Fertigkeiten – so erwerben sie Handlungssicherheit für die berufliche Pflegepraxis. Die theoretische, praktische und interkulturelle Ausbildung erfolgt im Blockunterricht am Irmgard-Bosch-Bildungszentrum. Praktische Einsätze im Robert-Bosch-Krankenhaus sowie in Einrichtungen der ambulanten Pflege und der Altenhilfe runden die Pflegeausbildung ab. Auch Hospitationen im europäischen Ausland sind vorgesehen.

Das Irmgard-Bosch-Bildungszentrum in Stuttgart bietet einen neuen, bundesweit einmaligen Ausbildungskurs in der Pflege an: In einer bunt gemischten Ausbildungsklasse lernen Deutsche und Flüchtlinge gemeinsam.

Quelle: Robert-Bosch-Krankenhaus
Verwendung ausschließlich im Rahmen der Berichterstattung über das in dieser Pressemitteilung berichtete Thema

Pressekontakt

Robert-Bosch-Krankenhaus
Unternehmenskommunikation
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-3047
Telefax 0711/8101-3779
unternehmenskommunikation -|- @ -|- rbk.de