13. Juli 2021 | Robert-Bosch-Krankenhaus

Spitzenposition für das Krebszentrum Tübingen-Stuttgart

Zum vierten Mal unter den Besten in Deutschland: Die Deutsche Krebshilfe hat erneut das Comprehensive Cancer Center Tübingen-Stuttgart (CCC Tübingen-Stuttgart), zu dem als Partner das Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT) am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus gehört, als Spitzenzentrum der Krebsmedizin ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Förderung in Höhe von drei Millionen Euro.

Stuttgart – Hervorragende Leistungen bei der Versorgung von Tumorpatienten sowie in der Krebsforschung: Mit diesem Ritterschlag hat ein internationales Gutachtergremium dem Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät Tübingen gemeinsam mit seinem Partner Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart erneut den Rang eines Spitzenzentrums der Krebsmedizin bescheinigt. Für den Zeitraum von vier Jahren erhält das Comprehensive Cancer Center Tübingen-Stuttgart (CCC Tübingen-Stuttgart) aus dem 2007 von der Deutschen Krebshilfe initiierten Programm „Onkologische Spitzenzentren“ eine jährliche Fördersumme von 750.000 Euro.

Für Prof. Mark Dominik Alscher, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor des Robert-Bosch-Krankenhauses (RBK) in Stuttgart, ist die Förderung auch ein Ergebnis der seit 2016 noch intensiveren strategischen Zusammenarbeit zwischen dem RBK, der Robert Bosch GmbH, dem Universitätsklinikum Tübingen und dem CCC Tübingen-Stuttgart: „Wir haben gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg gebracht, die durch Einsatz von künstlicher Intelligenz die personalisierte Krebsmedizin voranbringen sollen.“ Er ergänzt: „Durch die fachliche und räumliche Verzahnung von klinischer Forschung am Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT) und Behandlung im Robert-Bosch-Krankenhaus können wir neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar unseren Krebspatienten zugutekommen lassen. Wir verbessern ihre Heilungschancen und geben den Betroffenen eine Perspektive. Die erneute Auszeichnung des CCC Tübingen-Stuttgart als Onkologisches Spitzenzentrum unterstreicht unsere Erfolge, ist aber zugleich Ansporn, weiter auf höchstem wissenschaftlichem und medizinischem Niveau zu arbeiten.“

Das RBK kann in der Reihe der Spitzenkrebszentren mit eigenen Besonderheiten aufwarten. Prof. Dr. med. Hans-Georg Kopp, Chefarzt und Klinischer Leiter des Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT), verweist auf das ganzheitliche Konzept: „Wir kombinieren höchste medizinische Exzellenz mit einer stark patientenzentrierten Begegnung mit den Betroffenen. So bieten wir unseren Tumorpatientinnen und -patienten zum Beispiel den Zugang zu naturheilkundlichen Methoden und anderen Spezialservices. Und wir verfügen über einen Patientenbeirat, der dabei unterstützt, die Patientensicht mit zu berücksichtigen.“ Das RBK arbeite etwa mit Hilfe der Pharmakogenetik und individualisierter Krebsmedizin daran, die Verträglichkeit von Therapien weiter zu verbessern sowie deren Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Behandlungsschwerpunkte am Onkologischen Zentrum des RBK liegen bei Lungenkrebs, Brustkrebs, gynäkologischen Tumoren, Tumoren an

Darm, Magen, Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse sowie Leukämien und Lymphome, Myelom (Knochenmarkkrebs) und Stammzelltransplantation. Prof. Dr. Kopp weiter: „In Zusammenarbeit mit dem universitären Partner ist es unser Ziel, den Patientinnen und Patienten besonders innovative Therapien anbieten zu können. Dies erreichen wir durch klinische Studien, die der Etablierung neuer Therapiemethoden dienen.“

Auch Prof. Daniel Zips, Direktor des CCC Tübingen-Stuttgart, wertet die Auszeichnung als Ergebnis einer fruchtbaren Zusammenarbeit: „Das ist ein Riesenerfolg für Tübingen und den Partner Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart. Die Auszeichnung als Onkologisches Spitzenzentrum ist eine große Anerkennung für uns. Aber sie ist natürlich auch Auftrag, mit Hochdruck daran weiterzuarbeiten, dass Tumorpatienten in der Region noch besser versorgt werden und rasch von den Ergebnissen der Krebsforschung profitieren können.“

Mit ihrem Förderprogramm will die Deutsche Krebshilfe die Behandlung von Krebspatienten bundesweit flächendeckend verbessern und die Krebsforschung vorantreiben. In Onkologischen Spitzenzentren werden Tumorpatienten auf höchstem medizinischem Niveau und nach dem neuesten Stand der Wissenschaft optimal versorgt. Innovative Aktivitäten in der Grundlagen- sowie in der klinischen Forschung haben das Ziel, die Therapiemethoden stetig zu verbessern und onkologische Netzwerke in der Region zu bilden. „Wir haben mit großer Freude feststellen können, dass sich alle fünf CCCs in Berlin, Freiburg, Hamburg, Mainz und Tübingen-Stuttgart nach den Bewertungen des internationalen Gutachterpanels weiterentwickelt haben, und zwar in allen Bereichen. Das bestätigt uns in unseren Bemühungen, die Versorgung krebskranker Menschen stetig zu verbessern“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Mit unserer CCC-Initiative haben wir vor 14 Jahren einen wichtigen Anstoß gegeben, um die Krebsmedizin bundesweit auf ein sehr hohes Niveau zu bringen. Es freut uns sehr, dass das Programm und dessen Entwicklung inzwischen auch international höchste Anerkennung finden.“

Prof. Bernd Pichler, Dekan der Medizinischen Fakultät, sieht die Ziele der Deutschen Krebshilfe in Tübingen ebenfalls in idealer Weise umgesetzt: „Mit unseren Forschungsschwerpunkten verfolgen wir das Ziel, Krebspatientinnen und -patienten innovative und personalisierte Therapiekonzepte zugänglich zu machen. Einen weiteren Meilenstein haben wir 2020 erreicht, als das CCC Tübingen-Stuttgart mit den Partnern CCC Ulm und Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart als einer von vier neuen NCT-Standorten bundesweit ausgewählt wurde. Die Auszeichnung als Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe passt perfekt in diese Reihe!“

Um als Onkologisches Spitzenzentrum durch die Deutsche Krebshilfe gefördert zu werden, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden. Voraussetzung ist zunächst eine Zertifizierung als sogenanntes Onkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Zudem werden die Zentrumsaktivitäten in den Bereichen Patientenversorgung, Forschung, Studien, interdisziplinäre Strukturen und Kooperationen durch ein internationales Gutachtergremium geprüft und bewertet. Nach dem „Go“ durch die Gutachter erfolgt eine Präsentation in einem Hearing.



Robert-Bosch-Krankenhaus
Die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) in Stuttgart ist ein von der Robert Bosch Stiftung getragenes Krankenhaus der Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung an drei Standorten. Seit 1978 zählt das Robert-Bosch-Krankenhaus zu den Akademischen Lehrkrankenhäusern der Universität Tübingen. Mit 1.041 Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und Klinik Schillerhöhe sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation im Jahr bis zu 42.000 Patienten stationär auf. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass sich die Patienten individuell betreut fühlen. Forschungsinstitute zur Klinischen Pharmakologie und zur Medizingeschichte sind dem Krankenhaus angegliedert.
Mehr Informationen unter www.rbk.de

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