Skip to main content

Besenreiser / Varizen

Besenreiser-Varizen sind kleine, direkt in der Haut verlaufende erweiterte Venen. Sie haben einen Durchmesser von etwa 0,5 bis 2 Millimetern und erscheinen je nach Ausprägung rötlich oder bläulich. Über sogenannte retikuläre Venen stehen Besenreiser in den Beinen in direkter Verbindung mit den tieferliegenden Beinvenen.

Die Entstehung von Besenreiser-Varizen beginnt meist mit einer Schwäche des Bindegewebes. Diese führt dazu, dass sich die retikulären Venen erweitern. Als Folge fließt das venöse Blut langsamer durch diese Venen und staut sich dort – so entstehen die sichtbaren Besenreiser.

In den meisten Fällen werden die Besenreiser durch kleinere Krampfadern “gespeist”. In solchen Fällen empfiehlt es sich, diese zuerst in einer kleinen ambulanten Operation zu entfernen, bevor die Besenreiser gezielt behandelt werden können.

Das Robert Bosch Krankenhaus, Ambulante Gefäßzentrum Dr. Seiter verfügt über umfassende Kompetenz und Erfahrung in der Behandlung von Besenreiser-Varizen und bietet Betroffenen individuelle, schonende Therapien an.

Behandlung: So lassen sich Besenreiser entfernen

Um nachhaltige Ergebnisse zu erhalten, wurde vor einigen Jahren in unserer Facharztpraxis ein spezielles Behandlungsverfahren für Besenreiser-Varizen entwickelt. Durch das Entfernen der erweiterten retikulären Venen werden die Besenreiser-Varizen gewissermaßen "trockengelegt". 

Die Behandlung erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Anschließend kann die Patientin bzw. der Patient sofort wieder seinen alltäglichen Aktivitäten nachgehen.

Optionen für die anschließende Therapie

Nach der Entfernung der versorgenden kleineren Krampfadern sind weitere Therapiealternativen möglich.

Für den optimalen Therapieerfolg ist in jedem Fall zuerst eine umfassende Untersuchung des Gefäßsystems erforderlich.

Die Behandlung mit Laser ist ein modernes Verfahren zur Therapie von Besenreisern. Zum Einsatz kommt ein Neodym-YAG-Laser (Wellenlänge: 1064nm).

Vorteile der Lasertherapie

Wie jede andere Behandlungsmethode für Besenreiser ist auch das Lasern zu jeder Jahreszeit möglich. Zudem hat die Laser-Entfernung der Besenreiser den Vorteil, dass anschließend weder ein Verband, noch das Tragen von Kompressionsstrümpfen erforderlich ist. Die Patientin:der Patient kann direkt nach der Besenreiser-Behandlung sämtlichen Aktivitäten – auch Sport – uneingeschränkt nachgehen.

Die Verödung bzw. Sklerosierung ist eine wirkungsvolle Methode um sichtbare Besenreiser ambulant zu behandeln. Bei der Sklerosierungsbehandlung wird ein Medikament in die Besenreiser injiziert. Dieses Medikament bewirkt ein Verkleben der Venenwände. Die so behandelten Besenreiser-Areale lösen sich nach einiger Zeit auf und werden vom umliegenden Gewebe resorbiert. 

Eine Sitzung dauert lediglich 10-15 Minuten. Nach der Behandlung ist für 24 Stunden ein Klebeverband nötig.

Obwohl die Verödungstherapie sehr gute Ergebnisse bei der Behandlung von Besenreisern erzielt, sind je nach Befund mehrere Verödungstermine erforderlich, um sämtliche Besenreiser wirksam zu behandeln.

Bei dieser Methode handelt es sich um ein neues Verfahren zur Behandlung der Venenschwäche. Durch eine kleine Kanüle wird unter Ultraschall-Kontrolle ein spezieller Mikroschaum in die Vene eingebracht. Dieser verödet ein Venenstück genau auf der gewünschten Länge. Bei größeren Krampfadern erfolgt die Schaumverödung über einen in die Vene eingebrachten Katheter.

Die Behandlung der Krampfadern erfolgt in örtlicher Betäubung und die Patientin:der Patient kann nach der Behandlung wieder nach Hause gehen. Zur Nachbehandlung müssen Kompressionstrümpfe getragen werden.