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Digital bewegt

Robert Bosch Krankenhaus startet Forschungsprojekt für mehr Mobilität und Selbstständigkeit im Alter

Pressemeldung

Stuttgart, 17.09.2026. Die Abteilung für Geriatrie des Robert Bosch Krankenhauses (RBK) und die Evangelische Heimstiftung erproben ein digital gestütztes Bewegungsprogramm für ältere Menschen in trägergestützten ambulant betreuten Wohngemeinschaften. Die Eugen und Irmgard Hahn Stiftung fördert das Projekt.

Das neue, innovative Forschungsprojekt „MoBile-WG“ des RBK beinhaltet ein dreistufiges, digital gestütztes Bewegungsprogramm. Es soll die Selbstständigkeit, Autonomie und soziale Teilhabe pflegebedürftiger Menschen gezielt erhalten und gleichzeitig dem Fachkräftemangel im Therapiebereich entgegenwirken.

Bewohnerinnen und Bewohner ambulant betreuter Wohngemeinschaften, meist älter als 70 Jahre, leben mit chronischen Erkrankungen oder motorischen Einschränkungen. Regelmäßige Bewegung trägt wesentlich zur Erhaltung ihrer Lebensqualität bei. Doch in der Praxis fehlen vielerorts geeignete strukturierte Bewegungsprogramme und therapeutische Fachkräfte. Das Projekt verbindet deshalb telemedizinische Therapie mit persönlicher Betreuung vor Ort und einem strukturiert digital angeleiteten Trainingsangebot. „Unser Ziel ist es, älteren Menschen trotz funktioneller Einschränkungen durch die intelligente Kombination aus Tele-Therapie und geschulten Alltagsbegleiterinnen und -begleitern ein Maximum an Mobilität und Lebensqualität zu ermöglichen“, erläutert Dr. Patrick Roigk, Projektleiter in der Abteilung für Geriatrie im RBK.

Das Bewegungsprogramm basiert auf drei eng verzahnten und aufeinander aufbauenden Komponenten: Über einen Zeitraum von zwölf Wochen absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein videogestütztes Training per Großbildschirm unter Anleitung von Physiotherapeutinnen und -therapeuten des RBK. Im Anschluss wird das Training vor Ort weitergeführt. Dabei übernehmen speziell geschulte Alltagsbegleiterinnen und -begleiter die Anleitung und sorgen für eine kontinuierliche Integration der Übungen in den Alltag. Ergänzend gibt es ein videobasiertes Trainingsangebot via App, das die Bewohnerinnen und Bewohner individuell und flexibel nutzen können. Die App hat das RBK eigens entwickeln lassen.

„Wir freuen uns über den erfolgreichen Start des Projekts an unseren Standorten und sind gespannt zu sehen, welche Potenziale die Freude an der Bewegung bei unseren Bewohnerinnen und Bewohnern freisetzen kann“, sagt Silke Breuninger, als Regionaldirektorin bei der Evangelischen Heimstiftung verantwortlich für die beteiligten Einrichtungen.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt als wissenschaftliche Evaluationsstudie. Das RBK erprobt das Konzept exemplarisch in drei Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung, der Herzog-Christoph-Residenz in Stuttgart, der Königin-Olga-Residenz in Stuttgart und der Amalien-Residenz in Hochdorf.


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Pressemitteilung (PDF)