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Altersmobilität und Sturzprävention

Personalisierte Prävention im höheren Lebensalter

Die Abteilung für Geriatrie des Robert Bosch Krankenhauses in Stuttgart untersucht neue Ansätze zur Prävention von Stürzen und zur Verbesserung der Mobilität älterer Menschen.

Im Rahmen des Projekts „Personalisierte Prävention im höheren Lebensalter“ wird ein Präventionsprogramm erprobt, das digitale Selbsttests, geriatrische Untersuchungen und individuelle Trainingsangebote miteinander kombiniert. 

Das Projekt wird vom Robert Bosch Centrum für Innovationen im Gesundheitswesen, ebenfalls Teil des Bosch Health Campus, gefördert. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines Zentrums für gesundes Altern am Robert Bosch Krankenhaus als spezialisierte Anlaufstelle für ältere Menschen mit erhöhtem Sturz- und Mobilitätsrisiko.

Termin zum individuellen Sturzcheck vereinbaren

Sie möchten Ihr persönliches Sturzrisiko einschätzen lassen oder mehr über das Angebot erfahren?

Ziele des Präventionsangebots

Die Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag von älteren Menschen möglichst lange zu erhalten.

Das individuelle Sturzrisiko frühzeitig erkennbar machen

Viele Stürze entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über längere Zeit. Unsicherheit beim Gehen, Gleichgewichtsprobleme oder eine nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit können erste Hinweise sein.

Im Rahmen eines digitalen Sturzchecks kann das persönliche Sturzrisiko zunächst anonym eingeschätzt werden. Interessierte Personen erhalten anschließend – abhängig vom Ergebnis – die Möglichkeit zu einer weiterführenden Untersuchung und Beratung im Robert Bosch Krankenhaus.

Wissenschaft und Versorgung gemeinsam weiterentwickeln

Die Geriatrie des Robert Bosch Krankenhauses beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Mobilität und Sturzprävention im Alter. Das aktuelle Präventionsprogramm wird wissenschaftlich begleitet und soll helfen, neue Angebote für ältere Menschen nachhaltig in die Versorgung zu integrieren.


Häufige Fragen

Sturzprävention im Alter: Studie zur Mobilität und Sturzvermeidung

Für wen ist das Angebot geeignet?

Das Angebot richtet sich insbesondere an:

  • Menschen ab 60 Jahren 
  • ältere Menschen mit Unsicherheit beim Gehen oder Gleichgewichtsstörungen 
  • Personen mit bereits erfolgten Stürzen 
  • Menschen, die ihre Mobilität und Selbstständigkeit erhalten möchten

Wie läuft der Sturzcheck ab?

Über den digitalen Fragebogen (www.sturzcheck.de) kann das persönliche Sturzrisiko zunächst selbst eingeschätzt werden. Der Selbsttest erfolgt anonym und basiert auf Empfehlungen der Bundesinitiative Sturzprävention. 

Je nach Ergebnis erhalten Interessierte Informationen zum weiteren Vorgehen sowie die Möglichkeit, einen Termin im Robert Bosch Krankenhaus zu vereinbaren.

Im Zentrum für gesundes Altern (ZEGA) erfolgt eine ausführliche Untersuchung durch Ärzt:innen und Physiotherapeut:innen. Dabei werden unter anderem:

  • Gleichgewicht 
  • Gangbild 
  • Muskelkraft 
  • Beweglichkeit 
  • Mobilität im Alltag 
  • mögliche Sturzursachen 

erfasst. 

Anschließend werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen und individuelle Empfehlungen gegeben. Die Untersuchungen und das anschließende Beratungsgespräch dauern insgesamt etwa zwei Stunden.

Abhängig von den persönlichen Bedürfnissen können unterschiedliche Maßnahmen empfohlen werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kraft- und Gleichgewichtstraining 
  • alltagsintegrierte Übungen 
  • Gruppentraining 
  • individuelles Training 
  • telemedizinisch unterstützte Angebote 

Ziel ist es, Beweglichkeit, Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag langfristig zu verbessern.

Ist der Sturzcheck anonym?

Der digitale Selbsttest kann anonym durchgeführt werden. Erst bei einer Terminvereinbarung werden persönliche Daten benötigt.

Welche Vorteile hat die Teilnahme?

Teilnehmende erhalten eine individuelle Einschätzung ihres Sturzrisikos sowie Empfehlungen zur Verbesserung von Mobilität und Sicherheit im Alltag. Ziel ist es, Stürze möglichst zu vermeiden und die Selbstständigkeit langfristig zu erhalten.


Projektverantwortung

Wissenschaftlicher Leiter

Prof. Dr. biol. hum. Jochen Klenk

Abteilung für Geriatrie

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Christoph Endress

Abteilung für Geriatrie

Förderung

Das Präventionsprogramm wird durch das Robert Bosch Centrum für Innovationen im Gesundheitswesen (RBIG) am Bosch Health Campus und durch die Maria-Streibich-Stiftung gefördert.