Klinische Studie
Herzbeschwerden nach COVID (Post-COVID)
Leiden Sie unter Herzbeschwerden nach einer Corona-Infektion (Post-COVID)? Typische Symptome sind Brustschmerzen, Herzstolpern, Herzrasen oder Atemnot, für die in kardiologischen Untersuchungen häufig keine eindeutige Ursache gefunden wird.
Im Herzzentrum des Robert Bosch Krankenhauses in Stuttgart untersuchen wir im Rahmen einer klinischen Studie gezielt die Ursachen dieser Beschwerden. Im Fokus stehen Funktionsstörungen der Herzkranzgefäße (ANOCA).
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koronarphysiologie@rbk.de
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- Dienstag und Mittwoch,
10 – 11:30 Uhr - Montag und Donnerstag,
13 – 15 Uhr
Warum kann das Herz betroffen sein?
Nach einer SARS-CoV-2-Infektion kann es bei einigen Menschen zu längerfristigen Veränderungen im Herz-Kreislauf-System kommen. Auch das Risiko für Herzkrankheiten steigt, besonders bei Personen mit Vorerkrankungen.
Wichtig ist jedoch: Brustschmerzen bedeuten nicht automatisch verengte Herzkranzgefäße. Häufig liegt eine Funktionsstörung der (kleinen) Herzgefäße vor. Diese können sich nicht richtig erweitern oder reagieren mit krampfartigen Verengungen. Solche Störungen können Beschwerden wie Brustschmerzen oder Atemnot auslösen, auch wenn in einer Herzkatheteruntersuchung keine Auffälligkeiten bzw. klassischen Engstellen (sog. Stenosen) sichtbar sind.
Bei Menschen mit Post-COVID und Herzsymptomen wird vermutet, dass genau solche Funktionsstörungen eine wichtige Rolle spielen.
Ziel der klinischen Studie
Beschwerden besser verstehen und wirksam behandeln.
In der der Abteilung für Kardiologie und Angiologie untersuchen wir
- wie häufig Funktionsstörungen der Herzkranzgefäße bei Post-COVID-Patient:innen mit Herzbeschwerden auftreten.
- ob sich die Beschwerden durch eine gezielte, individuell angepasste Therapie verbessern lassen.
Häufige Fragen zur Studie
Herzbeschwerden nach COVID (Post-COVID)
Wer kann an der Studie teilnehmen?
Teilnehmen können Erwachsene, die nach einer COVID-Infektion länger als zwei Monate unter neuen oder verstärkten Herzbeschwerden leiden. Dazu zählen beispielsweise Brustschmerzen oder ein Engegefühl in der Brust sowie Atemnot. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass diese Beschwerden den Alltag spürbar beeinträchtigen.
Nicht teilnehmen können Personen mit schweren Herz- oder Lungenerkrankungen.
Wie ist der Studienablauf?
Zu Beginn führen wir ein ausführliches Gespräch. Sind Sie weiter an der Studie interessiert und willigen schriftlich zur Studienteilnahme ein, folgen nach einer körperlichen Untersuchung weitere medizinische Untersuchungen – dazu gehören: EKG, Blutuntersuchungen und gegebenenfalls ein Herzultraschall.
Wenn die Beschwerden ausgeprägt sind und keine andere Ursache gefunden wird, kann eine Herzkatheteruntersuchung notwendig sein. Dabei prüfen wir nicht nur, ob Gefäße verengt sind, sondern messen auch deren Funktion (Coronary Function Testing):
- Neigen die Gefäße zu Krämpfen?
- Können sich die kleinen Gefäße ausreichend erweitern?
- Wie gut ist die Durchblutung unter Belastung?
Wird eine Funktionsstörung nachgewiesen, erhalten Sie eine individuell abgestimmte medikamentöse Therapie. Der Verlauf wird eng begleitet:
- Kontrolltermine nach 4 und 8 Wochen
- Anpassung der medikamentösen Behandlung bei Bedarf
- Abschlussuntersuchung nach 3 Monaten
Warum lohnt sich die Teilnahme an der Studie?
Viele Menschen mit Post-COVID leiden unter anhaltenden Herzbeschwerden – häufig ohne klare Diagnose.
Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei,
- die Ursachen dieser Beschwerden besser zu verstehen.
- bisher schwer erkennbare Funktionsstörungen sichtbar zu machen.
- neue, individuell wirksame Therapien zu entwickeln.
Gleichzeitig profitieren Sie von einer spezialisierten kardiologischen Diagnostik und Betreuung.
Projektverantwortung
Mögliche Ursache: ANOCA bei Herzbeschwerden nach COVID
Auch Monate nach einer COVID-Infektion können neu aufgetretene oder verstärkte Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrhythmusstörungen weiterhin bestehen. Häufig steckt eine Funktionsstörung der kleinen Herzgefäße dahinter (ANOCA).

