Lungenzentrum

Operative Therapie

Ziel der operativen Therapie ist es, den vom Tumor befallenen Teil der Lunge vollständig zu entfernen, um dadurch eine Heilung zu erreichen.

Eine Operation zur Behandlung von Lungenkrebs ist dabei an ganz bestimmte Voraussetzungen gebunden. Zum einen dürfen keine Metastasen in anderen Organen vorhanden sein; zum anderen muss es die individuelle Lungenfunktion zulassen, einen Teil der Lunge zu entfernen, ohne dass nach der Operation Atemnot auftritt.

Daher sind vor einem Eingriff an der Lunge verschiedene Untersuchungen erforderlich, um Metastasen in anderen Organen auszuschließen und die Funktion der Lunge genau zu bestimmen.

Neoadjuvante Therapie

Mitunter sind vor der Operation auch eine Chemotherapie und eine Bestrahlung erforderlich, die so genannte neoadjuvante Behandlung.

Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn sich der Tumor in Lymphknoten, die neben der Lunge liegen, ausgebreitet hat. Durch die Kombination von Chemotherapie und Bestrahlung werden heute bessere Heilungsergebnisse erzielt.

Minimal-invasives und konventionelles Operieren

Die Abteilung für Thoraxchirurgie der Klinik Schillerhöhe hat seit Beginn der 1990er Jahre zur Entwicklung endoskopischer Operationsverfahren, der „Schlüssellochchirurgie“, maßgeblich beigetragen.

Im Jahr 2008 wurde dann die thorakoskopische Entfernung einzelner Lungenlappen zur Behandlung früher Stadien der Lungenkrebserkrankung erfolgreich eingeführt. Dieses schonende und sichere Verfahren geht mit weniger Schmerzen nach der Operation und einer schnelleren Genesung einher.

Ist der Tumor allerdings größer, muss nach wie vor ein längerer Operationsschnitt an der Rückseite des Brustkorbs unterhalb des Schulterblattes angelegt werden, um den betroffenen Lungenteil zu entfernen.

Sind Tumoren aus der Lunge ausgebrochen und in Wirbelsäule oder Herz eingedrungen, dann kann zum Beispiel unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine gemeinsam mit der herzchirurgischen Abteilung des Robert-Bosch-Krankenhauses operiert werden. Damit bietet das Lungenzentrum ein differenziertes Spektrum zur Behandlung aller operablen Stadien der Lungenkrebserkrankung an.

Physiotherapie

Die Lunge reagiert auf eine Operation mit verstärkter Schleimbildung. Wird dieser Schleim nicht abgehustet, kann eine Lungenentzündung entstehen. Mit Atemübungen und einer auf die Atemmuskulatur ausgerichteten Krankengymnastik kann einer Lungenentzündung vorgebeugt werden. Daher werden alle Patienten vor und nach einer Lungenoperation intensiv durch die Physiotherapeuten betreut.

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Kontakt und Auskunft Lungenzentrum

Ingrid Vögele
Telefon 07156/203-7241

Jutta Hardenberg
Telefon 07156/203-7201

Klinik Schillerhöhe

Solitudestraße 18
70839 Gerlingen

Zertifizierung

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Das Lungenzentrum an der Klinik Schillerhöhe erfüllt die durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. definierten Qualitätskriterien.