Forschung Geriatrie und Geriatrische Rehabilitation
GeRas – Geriatrische Rehabilitationserfolge nachhaltig sichern
Projektbeschreibung
Die geriatrische Rehabilitation hat neben der Behandlung motorischer Defizite älterer Menschen vor allem das Ziel, Patientinnen und Patienten eine Rückkehr in ihr häusliches Umfeld zu ermöglichen. Allerdings stehen hierfür in der Regelversorgung bisher keine strukturierten Programme zur Verfügung, die diesen Teil der Versorgung älterer multimorbider Personen begleitet.
Ziel des Projekts ist die nachstationäre Sicherung der Rehabilitationserfolge bei geriatrischen Patientinnen und Patienten. Hierfür soll ein 12-wöchiges abgestimmtes Behandlungsprogramm mit und ohne telemedizinische Unterstützung erprobt werden, dass eine Kontinuität der Versorgung zwischen stationärer Rehabilitation und ambulanter Nachsorge bei Entlassung in das häusliche Umfeld gewährleistet. Kernelemente sind Hausbesuche und Videokonsultationen durch Physiotherapeutinnen und -therapeuten der Rehabilitationsklinik sowie von Versorgungsmanagerinnen und -managern der AOK Baden-Württemberg. Zusätzlich finden zwei interdisziplinäre Fallbesprechungen statt. Telemedizinische Leistungen wie video-assistierte Trainings und Videotelefonate werden ebenfalls erprobt.
Im Rahmen einer multizentrischen randomisierten kontrollierten Studie mit zwei Interventionsgruppen und einer Kontrollgruppe sollen insgesamt 270 geriatrische Probandinnen und Probanden über einen Zeitraum von zwölf Wochen nach Entlassung aus der stationären Versorgung begleitet werden. Neben der Erfassung von Veränderungen von Funktionsstörungen der unteren Extremitäten und der Teilhabe im Alltag zwölf Wochen nach Entlassung, wird auch eine gesundheitsökonomische Analyse sowie eine Prozessevaluation durchgeführt. Das Projekt wird für dreieinhalb Jahre mit insgesamt ca. 4 Millionen Euro gefördert.
Im Erfolgsfall soll dieses Nachsorgeangebot in die Regelversorgung überführt werden und dazu beitragen, dass der Übergang ins häusliche Umfeld „aus einer Hand“ koordiniert wird und Rehabilitationserfolge gesichert werden. Zudem ist ein positiver Einfluss auf die motorischen Fähigkeiten, die Selbstständigkeit und die Teilhabe im Alltag bei geriatrischen Patientinnen und Patienten zu erwarten.
Konsortialleitung
Prof. Dr. Jürgen
Bauer Universitätsklinikum Heidelberg
Projektleitung RBK
Projektkoordination RBK
Dr. phil. Bastian Abel
Dr. biol. hum. Patrick Roigk
Konsortialpartner
AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG gemeinnützige GmbH, AOK Baden-Württemberg, Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH, Universität Ulm, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Vincentius-Diakonissen-Kliniken gAG