Pathologie

Leistungsspektrum

Gewebe- und zytologische Diagnostik

Die Abteilung für Pathologie bietet das gesamte Spektrum der pathologischen Diagnostik an. Spezielle Schwerpunkte sind die Pathologie der Brustdrüse, der Atemwege und insbesondere des Knochenmarks und der Lymhpknoten. Der Leiter der Abteilung besitzt eine besondere Expertise im Bereich der Hämatopathologie, ist Mitglied des Deutschen Referenzpanels für Lymphompathologie und führt Konsiliaruntersuchungen auch für externe Pathologen durch.

Immunhistochemie

Die Abteilung für Pathologie betreibt ein eigenes, auf die Immunhistochemie spezialisiertes Labor. Hier werden mit Hilfe von modernen Färbeautomaten nahezu vollautomatisch täglich zahlreiche immunhistochemische Färbungen durchgeführt, die in der modernen pathologischen Diagnostik unerlässlich sind. Es werden über 150 verschiedene Antikörper vorgehalten. Immunhistochemische Untersuchungen werden auch für externe Auftraggeber durchgeführt.

Schnellschnitte

Schnellschnitte werden zwischen 8 und 15.15 Uhr, ab 15.15 Uhr nach telefonischer Voranmeldung in unserem Eingangslabor, durchgeführt.

Gewebebank

Zu wissenschaftlichen und diagnostischen Zwecken ist es möglich, nach schriftlicher Einwilligung des Patienten und bei entsprechenden Voraussetzungen des OP-Präparates (Tumorgröße, Übersendung nativ), Tumorgewebe in flüssigem Stickstoff tiefzufrieren. Das Gewebe wird anschließend bei -80 C° gelagert.

Molekularpathologie

Das molekulardiagnostische Zentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus bietet ein breites Panel an molekulardiagnostischen Verfahren an. Diese werden im Rahmen individualisierter Tumortherapien, als Ergänzung der pathologischen Diagnostik und in der Erregerdiagnostik durchgeführt. Die Untersuchungen stehen auch Kollegen außerhalb des Hauses zur Verfügung.

Folgendes Panel wird derzeit angeboten:Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierungen (FISH) für alle gängigen Translokationen bei malignen Lymphomen und Sarkomen

  • Molekularbiologische Analyse von Mutationen im Janus-Kinase 2 (JAK2)-Gen, Calreticulin- und MPL-Gen.
  • Analyse von Mikrosatelliten(instabilitäten) beim kolorektalen Karzinom und zur Probenidentifikation
  • Chromogen-in-situ-Hybridisierung (CISH) zum Nachweis von Amplifikationen des HER2/Neu-Gens und RNA des Epstein-Barr-Virus
  • Nachweis von Mutationen im EGF-Rezeptor
  • Nachweis einer Rearrangierung des ALK- und ROS-Gens
  • Nachweis von Mutationen im KIT-Gen (CD117) und PDGFRA-Gen
  • Nachweis von Mutationen im BRAF-Gen
  • Nachweis von Mutationen im MYD88-Gen
  • Nachweis charakteristischer Mutationen beim Alpha-1-Antitrypsin-Mangel
  • PCR-basierte Erregerdiagnostik am Nativmaterial, TBC-Diagnostik auch am Paraffinmaterial (in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Labormedizin des Hauses)
  • Analyse der RAS-Mutation beim kolorektalen Karzinom
  • Rearrangement-Diagnostik (Klonalität) bei malignen Lymphomen
  • u.a.

Durch den regelmäßigen Besuch wissenschaftlicher Symposien und Fortbildungen wird das Panel laufend aktualisiert; die Analysen neuer prädiktiver oder diagnostisch wichtiger genetischer Aberrationen sowie therapeutischer Targets werden zeitnah etabliert. Um die Qualität der hochwertigen Diagnostik fortlaufend sicherzustellen, nehmen wir regelmäßig an externen Ringversuchen teil.

Klinische Obduktionen

Klinische Obduktionen sind ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung in der Medizin. Pathologen führen Obduktionen an Patienten durch, die an einem natürlichen Tod verstorben sind, um die Todesursache, aber auch um weitere, zu Lebzeiten bestehende Krankheiten zu ermitteln. Es werden auch von extern in Auftrag gegebene Obduktionen durchgeführt. Daneben arbeitet die Abteilung mit dem Institut für Rechtsmedizin in Tübingen zusammen. Dieses führt Sektionen an Verstorbenen durch, die an einem nicht natürlichen Tod verstorben sind oder bei denen ein solcher Verdacht besteht

Qualitätssicherung

Die Abteilung für Pathologie ist ein für das gesamte Haus wichtiger diagnostischer Funktionsbereich. Die schnelle und verlässliche Befunderstellung des Pathologen sichert die Diagnose und ist für die Wahl der optimalen Therapie, vor allem bei Krebserkrankungen, richtungsweisend. Zur Aufrechterhaltung der hohen diagnostischen Kompetenz der Abteilung nehmen alle Ärztinnen und Ärzte regelmäßig an zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen teil.

Seit Mai 2005 ist die Pathologie am Robert-Bosch-Krankenhaus nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Im März 2017 wurde die Pathologie nach der DIN EN ISO 9001:2015 für den Geltungsbereich Histopathologie, Zytologie, immunhistochemische und molekularbiologische Untersuchungen sowie Obduktionswesen einschließlich aller Verfahren der technischen Aufarbeitung, Dokumentation und Befundung für interne und externe Auftraggeber erfolgreich rezertifiziert. Im Rahmen dieser Zertifizierung wird das Institut regelmäßig durch externe und unabhängige Gutachter geprüft.

Weiterbildungsermächtigung

Chefarzt Prof. Dr. German Ott ist zur vollständigen Weiterbildung zum Facharzt für Pathologie ermächtigt.

Infobox

Robert-Bosch-Krankenhaus
Abteilung für Pathologie

Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Telefon 0711/8101-3390
Telefax 0711/8101-3619