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Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule (Wirbelsäulenchirurgie)

Als tragende Säule unseres Körpers ist die Wirbelsäule stetig hohen Belastungen ausgesetzt. Das macht sie leider auch anfällig für Verletzungen und Erkrankungen, die ein sehr breites Spektrum umfassen. Es beinhaltet unter anderem Frakturen, Verschleißerscheinungen wie einen Bandscheibenvorfall, Infektionen, Entzündungen und sogar Tumorkrankheiten.

In unserer zertifizierten Wirbelsäuleneinrichtung am Robert Bosch Krankenhaus können wir all diesen Erkrankungen mit dem höchsten Therapiestandard begegnen.

Vierundzwanzig Wirbel mit dazwischen jeweils einer Bandscheibe und zum Kreuz- und Steißbein fusionierten Wirbelkörpern – das macht zusammengenommen die Wirbelsäule, die Stütze unseres Körpers. Von hier aus werden alle Fäden im Bewegungssystem gezogen. Im Inneren der Wirbelsäule liegt das Rückenmark: Hier werden Information für Gefühl und Bewegung des gesamten Körpers weitergeleitet und verschaltet.

Insgesamt unterteilt sich die Wirbelsäule in fünf Abschnitte – ausgehend vom Kopf in Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Kreuzbein und Steißbein. Jeder dieser Abschnitte setzt sich seinerseits aus einzelnen Wirbeln zusammen: Sieben Halswirbel, zwölf Brustwirbel sowie fünf Lendenwirbel und zu Kreuzbein- und Steißbeinwirbel fusionierte Wirbel. Deshalb spricht man im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule auch von den sogenannten „freien Wirbeln“ der Wirbelsäule, anders als die knöchern verbundenen Wirbel des Kreuz- und Steißbeins. Zwei Wirbel der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bilden jeweils mit der dazwischenliegenden Bandscheibe und den Facettengelenken ein Bewegungssegment.

Cleveres Design

Von der Seite aus betrachtet, ist die Wirbelsäule wie ein doppeltes S geformt: Die Halswirbelsäule ist konkav nach innen gebogen, die Brustwirbelsäule wölbt sich konvex nach außen. An der Lendenwirbelsäule geht es dann wieder nach innen und Kreuz- und Steißbein biegen sich vereint nach außen.

Diese doppelt S-förmige Krümmung ist nicht etwa eine architektonische Laune der Natur, sondern eine ziemlich gute Idee. Denn bekanntermaßen wurde dadurch uns Menschen zum aufrechten Gang verholfen. Was zweifelsohne enorme Vorteile hat.

Wir sind zertifizierte Wirbelsäuleneinrichtung

Die Wirbelsäulenchirurgie am Robert Bosch Krankenhaus ist als Wirbelsäuleneinrichtung von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft e.V. (DWG) zertifiziert. Aufgrund des Expertenwissen des Ärzteteams der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie, der sehr guten Ausstattung, einer Abteilung für Physiotherapie und neurologischer Fachexpertise können wir in unserer Wirbelsäuleneinrichtung ein breites Behandlungsspektrum anbieten. Dazu gehören konservative und schmerztherapeutische Maßnahmen, minimalinvasive Eingriffe wie etwa Facetteninfiltrationen oder periradikuläre Therapien ebenso wie komplexe Operationen. Dank sehr guter intensivmedizinischer Versorgung können auch schwer erkrankte Patient:innen mit Wirbelsäulenerkrankungen behandelt werden.
Jährlich versorgen wir rund 170 Patient:innen operativ und rund 300 Patient:innen konservativ. Betroffene betreuen wir in unserer Wirbelsäulensprechstunde.
Eine Besonderheit unserer Wirbelsäuleneinrichtung ist die enge Verzahnung mit dem zertifizierten Zentrum für Alterstraumatologie am Robert Bosch Krankenhaus.

Untersuchungen bei Wirbelsäulenerkrankungen

Um Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule zu diagnostizieren, stehen der modernen Orthopädie heute viele Methoden zur Verfügung.

Der nach wie vor bewährte Klassiker sind Röntgenuntersuchungen. Weiterhin sehr häufig zur Diagnose eingesetzt werden die Computer- und Magnetresonanztomografie (CT, MRT). Um mögliche Schädigungen an den Nerven zu erkennen, setzen wir neurologische Diagnostik durch einen internen Kooperationspartner ein.

Bei manchen Beschwerdebildern und Fragestellungen ist eine sogenannte Myelografie erforderlich. Dabei wird ein Kontrastmittel in den Wirbelkanal eingespritzt und danach eine Röntgenaufnahme des untersuchten Abschnitts der Wirbelsäule gemacht.

Darüber hinaus kann eine Szintigrafie bei der Bestätigung der Verdachtsdiagnose behilflich sein. Hierzu wird ein radioaktiv markierter Stoff – ein Radiopharmakon – in die Blutbahn eingebracht, das sich an entsprechenden Herden anreichert und die von den Strukturen abgegebene Strahlung danach mit einer sogenannten Gammakamera sichtbar gemacht. Die Abteilung für Radiologie und Nuklearmedizin ist sehr erfahren in den genannten bildgebenden Diagnostikverfahren.

Häufige Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule

und deren Untersuchungen und Behandlungen

Bandscheibenvorfall

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Facettensyndrom

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Spinalkanalstenose

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Frakturen der Wirbelsäule

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Infektionen der Wirbelsäule

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Tumore der Wirbelsäule

Wirbelsäulen-einrichtung

Unser interdisziplinäres Zentrum bündelt das Know-how unterschiedlicher medizinischer Experten – für eine optimale Versorgung unserer Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule.

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Wirbelsäulen-Sprechstunde

Freitag, 8:30 – 15 Uhr
nach Vereinbarung

Telefon 0711 8101-3378