Radiologie und Nuklearmedizin

Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin umfasst die Anwendung radioaktiver Stoffe in Diagnostik und Therapie. In der nuklearmedizinischen Diagnostik werden geringe Mengen einer radioaktiven Substanz (in der Regel in eine Vene) verabreicht und Stoffwechselvorgänge beurteilt. Diese radioaktiven Substanzen reichern sich in dem zu untersuchenden Organ oder Gewebe an. Die szintigrafische Darstellung (Szintigramm) dieses Anreicherungsvorganges erfolgt mit bestimmten Messgeräten (meist Gammakameras).

In der nuklearmedizinischen Therapie werden Radiopharmaka eingesetzt, die Beta- oder seltener Alphastrahlungen abgeben. Diese Strahlungsarten zeichnen sich durch eine geringe Durchdringungstiefe (wenige Millimeter bei Betastrahlung und einige Mikrometer bei Alphastrahlung) aus, daher entfalten sie ihre Wirkung am Ort der Anreicherung im Organismus.

Die Nuklearmedizin am Robert-Bosch-Krankenhaus bietet das gesamte Spektrum der modernen nuklearmedizinischen Diagnostik mit Szintigrammen, auch mit SPECT-Technik (single photon emission computed tomography),  zur Untersuchung von Erkrankungen:

  • der Schilddrüse
  • des Zentralnervensystems
  • des endokrinen Systems
  • der Lunge
  • des Gastrointestinaltraktes
  • der Nieren- und Harntraktes
  • des Skelettsystems
  • sowie zur Untersuchung des Wächterlymphknotens (Sentinel-Lymphszintigrafie) bei malignen Erkrankungen (insbesondere bei Mammakarzinom).
PET (Positronen-Emissions-Tomographie)

Einen Schwerpunkt der Abteilung bildet die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) sowie PET-CT in der Diagnostik von Tumorgewebe und in der Beurteilung der Therapiewirkung bei onkologischen Patienten.

Die Bereich Nuklearmedizin verfügt über eine modern eingerichtete Station (zwölf Betten). Schwerpunkt der nuklearmedizinischen Therapie am RBK ist die Radiojodtherapie gutartiger und bösartiger Schilddrüsenerkrankungen. Das Spektrum beinhaltet auch die Gelenktherapie mit radioaktiven Substanzen bei entzündlichen Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese), die sogenannte "SIRS-Therapie" von Lebermetastasen mittels radioaktiv markierter Mikrosphären, Radioimmuntherapie bei malignem Lymphom und die Knochenschmerztherapie bei Metastasen.

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Robert-Bosch-Krankenhaus
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Radiologie am Standort Klinik Schillerhöhe
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