Anästhesie und operative Intensivmedizin

Informationen für Zuweiser

Sprechzeiten (für Vorgespräche, Schmerztherapie, etc.) nach Vereinbarung über das Sekretariat:

Petra Röther

Telefon 0711/8101-3484
Telefax 0711/8101-3773
petra.roether --- @ --- rbk.de

Invasives und semi-invasives hämodynamisches Monitoring

Große Erfahrung besteht im invasiven und semi-invasiven hämodynamischen Monitoring:

  • Invasive arterielle Blutdruckmessung
  • Invasive pulmonal-arterielle Blutdruckmessung
  • Diskontinuierliche und kontinuierliche Messung des Herzzeitvolumens über Pulmonalarterienkatheter
  • Semi-invasive Messung des Herzzeitvolumens und Erhebung hämodynamisch relevanter Parameter mittels Hemosonic® und Picco-System®
  • Kontinuierliche Kontrolle durch TEE (insbesondere im Rahmen der Kardiochirurgie und rekonstruktiven Eingriffen)
  • Perioperatives Monitoring über TTE und TEE

Early Goal-Directed Therapy

Patienten mit Sepsis werden konsequent nach den Prinzipien des Early Goal-Directed Therapy-Regimes behandelt:

In einer Studie von Rivers et al 2001 wurde ein Therapieregime erprobt, das in der Frühphase die kardiale Vor- und Nachlast sowie die Myokardkontraktilität optimiert. Bei dieser Intervention ("early goal-directed therapy") steht die ausreichende systemische Sauerstoffversorgung im Vordergrund.

Als effektiver und einfacher Zielparameter erwies sich dabei die kontinuierlich gemessene zentralvenöse Sauerstoffsättigung (ScvO2) in der Vena cava superior. Die Kontrollgruppe wurde mittels Standardtherapie so behandelt, dass ein ZVD zwischen 8 und 12 mmHg, ein arterieller Mitteldruck > 65 mmHg und eine Urinausscheidung > 0,5 ml/kg/h hergestellt werden konnte.

In der EGDT-Gruppe wurde als wesentlicher Unterschied zur Standardtherapiegruppe eine ScvO2 von mindestens 70% angestrebt. Gelang es durch Volumentherapie und Einsatz von Katecholaminen (meist Dobutamin) nicht, eine ScvO2 von mindestens 70% zu erreichen, wurde der Hämatokrit mittels Bluttransfusion auf 30% angehoben. Die 28-Tage-Letalität in der Standardtherapiegruppe betrug 46,5%, in der EGDT-Gruppe hingegen 30,5% (p < 0,009). Der Unterschied zwischen beiden Gruppen war auch nach 60 Tagen noch statistisch signifikant.

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Robert-Bosch-Krankenhaus
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