Radiologie und Nuklearmedizin

Computertomographie

Die Computertomographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Körpergeweben und Organen mittels Röntgenstrahlen. Im Gegensatz zu einer konventionellen Röntgenuntersuchung rotiert dabei die Röntgenröhre um den Patienten. Der Patient liegt auf einer speziellen Untersuchungsliege und wird langsam durch den Detektorring gefahren. Die Röntgenröhre rotiert, für den Patienten nicht sichtbar, um den Patienten und sendet kontinuierlich Röntgenstrahlung aus, welche nach Abschwächung durch die verschiedenen durchdrungenen Körpergewebe auf der Gegenseite durch Detektoren gemessen wird.

Schichtbilder in der Computertomographie

Da die zu untersuchende Körperregion mit zwei Röhren und Detektoren spiralartig um den Körper aufgenommen wird (Dual Source Flash CT), besteht die Möglichkeit, mittels Bildnachverarbeitung verschiedene Strukturen herauszuarbeiten.

Aus den Datensätzen können rechnerisch Bilder erstellt werden, die bei einmaliger Gabe eines Röntgenkontrastmittels verschiedene Phasen aufzeigen. Es werden so genannte Jod-Bilder errechnet, die nur das Kontrastmittel darstellen, um die Durchblutung besser zu erfassen.

Da die zwei Röhren bei unterschiedlicher Spannung arbeiten, lassen sich Gefäße, Sehnen und Knochen besonders gut herausarbeiten.

Die Untersuchung benötigt deutlich weniger Röntgenstrahlung als herkömmliche Computertomographien. Eine Untersuchung des Herzens mit Darstellung der Koronarien liegt bei 1 Millisievert (mSv). Für diese Untersuchung beträgt die Rotationszeit 75 Millisekunden, so dass eine optimale Darstellung des Organs möglich ist.

Die Scanzeiten liegen inzwischen bei 0,8 Sekunden für eine Untersuchung der Lunge.

Die sehr weite Gantryöffnung (78 Zentimeter) ermöglicht die bequeme Lagerung für die Patienten auf einem bis 250 Kilogramm belastbaren Spezialtisch.

Angebotene Untersuchungen:

  • Computertomographie aller Körperregionen
  • Herz-CT (incl. Kalk-Scoring): Bestimmung der Auswurffraktion aus den Datensätzen, Darstellung der Klappenfunktion
  • Angio-CT (z.B. Aorta)
  • Virtuelle Koloskopie
  • CT-gesteuerte Interventionen (Gewebeentnahme, Drainagen, CT-PG)
  • Darstellung von Sehnen
  • Ganzkörperdarstellung von knöchernen Veränderungen (low dose)
  • Nierensteindiagnostik
  • Jod-Bildgebung

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